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Heañzische Kinderreime
Entstehung
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Kinderreime und Kindersprüche aus der Iglauer Sprachinsel.

Heini, poppeini, popella,

Was macht der Wein im Keller?

Was macht der Wein in unserm Haus?

Trinkt das Katherl Alles aus.

Heini pum, pum,

Heini im Sause,

Zwei Wiegen im Hause,

Soll dem Vater nicht werden bang,Wenn zwei Wiegen in einem Gang.

Pasch' Händi z'samm', pasch' Händi

z'samm',

Was wird der Tata ¹) bringen?Schöne Schuh und schöne Strümpf,Da wird das Katherl springen.

Muss ich bei der Wiege sitzen,Muss ich heisse Thränen schwitzen,Muss ich singen: schlaf ein, schlaf ein,Wo wird denn dein Vater sein?

And're Mädchen Zucker naschen,Muss ich hier die Windel waschen,Muss ich singen: schlaf ein, schlaf ein,Wo wird denn dein Vater sein?

Seht's es denn dort sitzen,Mit den braten Spitzen,Mit den schönen Schnallen,Wird den Buben g'fallen.

Heini so, so!

Dei Vater schneid't Stroh,Dei Mutter backt Krapfen,Sie backt's hübsch braun;Sie stellt's auf die PlattenUnd lasst mir's nit schau'n.

Sie gibt mir an Brocken,Aufs Hühnl zu locken.Hühnl pipi!

Den Brocken friss i.

Schlaf eini, schlaf eini,

Schatzerl g'hört das meini,

Hob di kauft um hundert Thaler,

Gib ich dich um neuni. 2)

Spannelanger Hansl,

Strudeldicke Dirn,

Komm mit mir in Gart'n

Und schütteln ma( wir) die Birn'.

1) Tata, indogerm., Koseform für Vater.

Die Birn' sind nicht zeitig,Die Aepfel sind nicht gut,Geh'n ma a Stückl weiter,Kerschen hab' ma gnug.Geh'n ma in den KellerHinter's Eimerfass,Trink' ma MuscatellerAus mei'm Glas.

Muscateller trink i gern

Und mei Schatzerl hab' i gern. ³)

Pitschi, patschi, Peter,Hinter'm Ofen steht er,

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Putzt die Stiefeln, putzt die Schuh,Kommt die Katz', frisst Schmier und

Sause, sause,

Schuh.

Der Tod steht hinter dem Hause,Hat ein goldenes Schlittelein mit,Wenns Nünnl nicht schlaft, so nimmter's mit.

Nünnl, Nünnl, schlaf,Es kommt der Nikolas,

Hat a guldenes Schlittel mit

Und nimmt die greinenden Buben mit.

Zwieselbaum, Zwieselbaum

Wachst in unser'm Garten,

Wenn die schöne Anna kommt,

Sag', sie solle warten.

Wenn sie nicht mehr warten will,

Sag', ich bin gestorben,

Wenn sie zu viel weinen wird,

Sag', ich komme morgen.

Heini, puppeini, puppella,Hab' kan Wein im Keller,

Hab' nur Wasser im Brunnen viel,Kann mein Katherl trinken, was es will,Heini, puppeini, puppella.

Schlaf, Kindlein, schlaf,

Dei Vater ist a Graf,

Dei Mutter ist a Gredldirn(?),

Muss dem Bauer d'Stub'n kihr'n( kehren).

Schlaf, Kindlein, schlaf!

Schlaf, Kindlein, schlaf,

Dei Vater ist a Graf,

Dei Mutter ist a Edeldam,Hat kan Bissen Brot daham.

2) Neuni" wird gesagt, damit es sich auf, meini" reimt. Das wohlfeile Verkaufendes Kindes deutet vielleicht auf Ungeduld hin, weil das Schatzerl" nicht einschlafen will.3) Die letzte Zeile lautet auch: bei mei'm Katherl schlaf i gern".

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