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durchlaufen hat und der die Frucht des ewigen Lebens genießt«<,sondern häufig genug bloßes Ornament als Jagdtier, das aus älterenPerioden fortgeführt wurde.
f) Die sehr seltene gebackene» Oster- Ente« trägt ebenfalls alsZeitmarke das Osterei; sie ist ebenfalls nur als Frühlingsbote aufzu-fassen.
g) Auf den Züricher Tirggeli sieht man, wenn auch selten, dieGestalt eines Wolfes, der sonst nicht als Tiergebäck figuriert,während er als Gebäckname» Osterwolf« auf Ostern sich zeigt, undzwar nur in Pommern( 1451): De Kumpan des rades( zu Greifswald)dem de tolle und de hoppenscheppel bevallen wert, hyrvor schal heehebben alle jar en våder hoyges, to Paschen enen wulff van denbekkern, siven herink van den hacken( aus Th. Pyls PommerschenGeschichtsdenkmälern, p. 41, Nr. 3; Stralsunder Chronik, 3, 37). NachSchiller- Lübben, V, 786, schrieb man in Stralsund 1558:>> L. sendemi einen groten wolff tom nien jare«; demnach hat es sich um ein»> Osterwolf« oder» Wolf«< benanntes Lokalgebäck gehandelt, das aufOstern und Neujahr üblich war und wovon der Zollverwalter desRates zu Greifswald auf Ostern( neues Jahr) sein Deputat als eineArt Osterstift von den zünftigen Bäckern erhielt; diese haben dasheute noch in Stralsund übliche, vor Ostern für alle Familien gebackeneWeizenbrot aus alter Gewohnheit» Wolf« oder» Osterwolf<< benannt,womit sie wohl nur das die üblen Vegetationsdämonen vom Getreideabwehrende Saatbrot( in Kreuzform) meinen konnten. Es war eigent-lich ein Neujahrsbrot( vergl. Z. f. ö. V. K. 1904, S. 202, Hauswolf, Wo-Wölfl, Neujahrswolf, Neujahrshündlein etc.), das man vermutlich denSeelenhunden oder Wölfen zur Versöhnung gab. Das Christentummachte daraus auf Ostern( siehe Karfreitag) ein Kreuzbrot gegen diebösen, die Saat ungünstig beeinflussenden Kornwölfe( Hexen); dassogenannte Osterwolfgebäck ist formell unter anderem auch einhalbes Kreuzbrot, das anderwärts ebenso gebildet wird unter demNamen>> Pollweck<< oder>> Kreuzweck«<( Marburg)( siehe Ab-bildungen 40, 43, 45, 47). Die tiefen Kreuzfurchen, welche das Brotleicht auseinanderbrechen lassen, sind durch unten umgreifende Teig-klammern festgehalten; diese Teigklammern hat nun die Volks-etymologie als Wolfsklauen gedeutet; einige sehen sogar ein Wolfs-maul und vier Wolfsfüße(» In Neuvorpommern und Rügen werdenum die Osterzeit, Wölfe' aus Teig gebildet, welche alle Viere vonsich strecken und ein weit aufgerissenes Maul zeigen gleich demHöllenwolf Fenrir«, in Zeitschrift» Der Bär«. VII, 1881, S. 395, mirnicht erreichbar), die aber nirgends dem objektiven Auge auf demStralsunder Osterwolf sichtbar sind; es müßte denn sein, daß unterdem Namen» Osterwolf«< verschieden geformte andere Gebäcke kur-sieren, was mir zwar nicht bestimmt genug versichert werden konnte;sonst sehr zuverlässige Quellen berichteten allerdings, daß sowohl