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Mutter Erde : ein Versuch über Volksreligion
Entstehung
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der Stadt und den heimischen Götteraltären, daß die Ehre nichtausgetilgt werde( v. 16 ff.):

τέκνοις τε Γῇ τε μητρί, φιλτάτῃ τροφῷ.

γὰρ νέους ἕρποντας εὐμενεῖ πέδῳ,ἅπαντα πανδοκοῦσα παιδείας ὄτλον,

ἐθρέψατ' οἰκητῆρας ἀσπιδηφόρους,

πιστοί ποθ᾽ ὡς γένοισθε πρὸς χρέος τόδε.

Eigentlicher kann die Γῆ κουροτρόφος kaum geschaut werden.Und weiterhin betet Eteokles( v. 69 f.):

Ζεῦ τε καὶ Γῆ καὶ πολισσούχοι θεοίΑρά τ' Ερινὺς πατρὸς μεγασθενής

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da ist sie noch neben dem großen Himmelsgott und denGöttern der Stadt-; daß die Erde frei sei, nicht vom Jochder Knechtschaft gebeugt( v. 74f.), ist die Hauptsache desGebetes und des Kampfes. Es ist die Heimaterde, die siegeboren, die ihre Stadt trägt, die ihre Söhne genährt bisdahin: Γῆ μήτηρ κουροτρόφος. Und doch nannte die griechischeSprache, wer weiß wie lange schon, das Heimatland im Gegen-satz zum fremden, das Land, nach dem sich der Hellenenennt und für das er kämpft, das Vaterland πατρὶς γαῖα,ebenso wie der Römer patria sagte. Vielleicht erschließt sichim Laufe unserer Betrachtung noch besseres Verständnis dieserdenkwürdigen Tatsache.

Einen besonders tiefen Blick in freilich wohl verklärteattische Volksreligion lassen uns des Aischylos Eumeniden tun,vor allem deren Schlußpartien. Die Heiligen, die unterdem Felsen des Blutgerichtshügels in der Tiefe hausen, ur-sprünglich die rächenden Seelen selber, sie wandeln sich indie segnenden Erdgeister, die Fruchtbarkeit des Ackers undSegen der Ehe geben. Ihnen wird nun geopfert πρὸ παίδωνκαὶ γαμηλίου τέλους( ν. 835); nun verheit Athena( v. 907f.):καρπόν τε γαίας καὶ βροτῶν ἐπίρρυτονἀστοῖσιν εὐθενοῦντα μὴ κάμνειν χρόνῳ˙καὶ τῶν βροτείων σπερμάτων σωτηρία..