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dieser Sitte noch eine andere Bewandtnis hatte, als daß bloß da-durch das Kind von seiten des Vaters anerkannt werden sollte¹;davon nicht zu reden, daß die Deutungen, die uns vielfachgegeben werden, daß das Kind dadurch stark, arbeitsam, ge-scheit, demütig werden solle, einer aufgeklärten, d. h. demBrauch gegenüber lediglich unwissenden Zeit entstammen. Esgibt sichere Zeugnisse dafür, daß wir nicht in dem Legen desKindes an den Herd, an den Ofen und unter den Tisch, vondem oft berichtet wird, das Wesentliche des Brauches zu sehenhaben, von dem etwa das Legen auf die Erde erst eine zuletztnotiert: Wlislocki Sitte und Brauch der Siebenbürger Sachsen 13: Hörtsie( die Mutter) den ersten Donner, da legt sie ihren ,, Engel" auf dieErde, damit er dadurch stark werde. Temesváry Volksbräuche und Aber-glauben in der Geburtshilfe und der Pflege des Neugeborenen in Ungarn( 1900) S. 127: An vielen Orten beschmiert man das Kind nach der Geburt,besonders an Händen und Füßen, mit Blut und legt es bis zur Ent-fernung der Placenta auf die Erde unter den Tisch. Schweiz. Archiv f.Volkskunde VIII 1901 S. 267 ,,, Allerhand Aberglauben aus dem KantonBern" Vor dem Taufgang soll das Kind auf den Boden gelegt werden,damit es demütig werde. Grohmann Aberglauben aus Böhmen S. 106, 764.*1 So sagt schon Ernst Samter in seinem prächtigen Aufsatz Antikerund moderner Volksbrauch, Beilage der Münch. Allgem. Zeitung Nr. 116 vom25. Mai 1903.( Vgl. dess. Verf. Familienfeste der Griechen und Römer 62 ff.)Er hat bereits den antiken und deutschen Brauch auch in diesem Fallezusammengestellt. Mit Hilfe der griechischen άuqidgóμia, bei denen dasKind um den Herd getragen und dann dort niedergelegt wird, und mitHilfe der deutschen Bräuche, nach denen das Kind am Herd oderweiterhin dafür am Ofen oder unter dem Tische niedergelegt wird,kommt er zu der Erklärung, daß das Kind unter den Schutz derHausgötter gestellt wird. Das halte ich für durchaus richtig, nur er-schöpft es noch nicht das Verständnis der einzelnen Elemente einesBrauches, der wie die meisten Riten derart nicht aus einem einzigenMomente entstanden zu sein und darum auch nicht aus einem Punkteerklärt zu werden braucht. Weiteres s. oben. Die auqidoóuta gehörennicht in meinen Zusammenhang. Das Legen auf die Erde ist da,wenigstens in unseren Zeugnissen, ganz verschwunden oder nie vor-handen gewesen.Wieweit beides darin einen ursprünglichen Zu-sammenhang haben könnte, daß für den ursprünglichen Menschen seineErde der Erdboden seines Hauses war, läßt sich auf Grund von Zeug-nissen nicht erörtern.