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oder Gruppenhöfe, gehörten zwar zu dem zunächst zu behandelnden Gebiete XI,haben aber doch so nahe Verwandtschaft zum Salzburg- Tiroler Hause, daß sie hierangeführt zu werden verdienen. Während in den früher erwähnten TirolerGebieten die Tenne im Obergeschosse liegt, daher ,, Hochtenn" genannt wird,ebenso wie in den Salzburger Gebirgshäusern( Abb. 2 und 4), ist im SalzburgerFlachland die Niedertenne im Erdgeschoß üblich( Abb. 5), wo die ganze Fruchtvon den unten eingefahrenen Wagen aus nach oben gehoben werden muß, währendbei Hochtenn die Einfahrt über die ansteigende Tennbrücke ins Obergeschoßerfolgt. Auch eine etwas vereinfachte Type des Einheitshauses findet sich hier.welche im anstoßenden Bayern stark verbreitet ist( Abb. 4), mit Eingang an derLangseite, im Saalachgebiete häufig.
Gebiet XI enthält auf seiner großen Ausdehnung über mehrere Kronländerden Haufen- oder Gruppenhof, wo schon im gewöhnlichen Bauernhof mindestensWohnhaus und Stall getrennt sind, oft auch noch zahlreiche andere Gebäude vor-kommen. Doch finden sich hier einzelne Inseln mit Einheitshäusern, so nörd-lich von Spital, südöstlich und nordwestlich von Villach. Nur kleine Besitzer habenEinheitshäuser. Im Gebirge, wo der Körnerbau zurücktritt und daher besondereScheunen nicht nötig sind, ist der Paarhof herrschend( Abb. 6), Wohngebäudeund Stall mit Scheune oberhalb, beide für sich, die älteste noch vorhandeneForm des bayrischen Hauses. Es kommen, den Verhältnissen entsprechend, aucheine eigene Scheune, weitere Ställe, Schopfen u. dgl. dazu, die teilweise zusammen-gebaut den Anlaß zur Bildung von Mehrseithöfen geben oder regellos auftreten,so daß hier allgemeine Formen nicht leicht gegeben werden können.
Gebiete XII bis XVIII. Im Gegensatze zum vorigen sind die ober- und west-lichen niederösterreichischen Gehöfte von ziemlich regelmäßiger Anlage und ihreEntstehung von dem einstigen Paarhofe läßt sich leicht feststellen. Mit der Scheuneund dem Schopfen entstand zuerst der lockere Vierseithof, der oberösterreichischeInnviertelhof( XII, Abb. 7), weit nach Niederbayern bis Landshut reichend. DurchZusammenbau an den Ecken wurde daraus der geschlossene Vierseithof( XIV, Abb. 8),welcher auch in XVI neben dem Dreiseithofe vorkommt. Die Gebiete XIII und XVIIIenthalten Mischformen zwischen XII und XIV sowie zwischen XIV und XXVI imOsten, wo das fränkische Haus vorkommt. Das Gebiet XV, eine kleine Insel zwischenXI und XIV, enthält den sehr regelmäßigen, schön eingeteilten Kreuzhof( Abb. 9)im Gebiete der alten niederösterreichischen Eisenindustrie.
Gebiet XIX. Längs der ungarischen Grenze von Neunkirchen bis Feldbachist zwischen dem steirischen Haufenhof und dem fränkischen Hause im benach-barten Ungarn ein schmaler Streifen von Mehrseithöfen, deren jetzige Gestalt genaudie Umbildung aus dem bayrischen Paarhof anzeigt, wie dies auch an den oberösterreichischen Gehöften, Gebiet XII, zu ersehen ist.
Gebiet XVII. Im Böhmerwalde besteht eine den dortigen bescheidenenwirtschaftlichen Verhältnissen entsprechende Hausform( Abb. 10). Bemerkens-wert ist der Bezirk der künischen Freibauern, bei der Niederlassung wegender ihnen auferlegten Grenzbewachung mit verschiedenen Vorrechten undgrößerem Grundbesitz begabt. Ihre Gehöfte sind im wesentlichen den Böhmerwald-häusern ähnlich, doch größer. Ein ähnliches Verhältnis besteht bei den nördlichdavon, um Taus wohnenden tschechischen Grenzbauern, den Choden, welche jedochdie in Böhmen nun allgemein eingeführte fränkische Hausform haben.
Gebiet XX. Deutsche Sprachinsel Gottschee im Süden von Krain, derenHausformen bei größeren Anlagen die bayrische Abstammung erkennen lassen,wie auch die Mundart darauf hinweist. Die Höfe sind meist getrennter Anlage.Gebiet XXI. Im nordwestlichen Teil von Krain, ehemals stark deutsch be-siedelt, nähert sich die Hausform allmählich der im benachbarten kärntnerischdeutschen Landstrich herrschenden, zuerst in getrennter, dann in Einheitsform.