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Karte der österreichischen Bauernhausformen : mit Beigabe textlicher Erläuterungen
Entstehung
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gleichen in Krain bei den Slowenen, XXX. bei den Magyaren, XXXI. in Kroatien.F. Rauchstubenhaus. XXXII. Rauchstubenhaus im Karstlande, XXXIII. inBosnien und Hercegowina, XXXIV. in Galizien und Ostungarn.

Die anscheinend große Zahl der Hausformen vermindert sich bei genauerBetrachtung auf fünf, da die Unterabteilungen sich nur durch den Standort oderkleine unwesentliche Änderungen unterscheiden.

Beschreibung der einzelnen Gebiete und Hausformen.

A. Alemannisches Haus.

In reiner Form im Gebiete I, also mit Ausnahme des Lechtales nur in Vorarl-berg zu finden. Abb. 1, Haus in Schwarzenberg im Bregenzer Walde, bis auf un-wichtige Einzelheiten mit den alemannischen Formen im Deutschen Reiche undder Schweiz übereinstimmend. Zum größeren Teil ist das Einheitshaus verbreitet,an der bayrischen Grenze ist es dem benachbarten Allgäuer Hause besonders naheverwandt, wie auch jenes im österreichischen Lechtal. Im Rhein- und Montafontalist das Wohnhaus zumeist vom Wirtschaftsgebäude getrennt, bewahrt jedochdenselben Grundriß. Überall ist trotz kleiner Unterschiede in den einzelnen Tälerndie alemannische Hauptform leicht herauszufinden.

B. Bayrisches Haus.

Gebiet in roter Vollfärbung. Reicht im Norden bis in den Böhmerwald, imSüden bis an die Drau. Die Besiedlung geschah zum größten Teil noch im erstenJahrtausend, als diese Landstriche meist zum Herzogtum Bayern gehörten. Inder Regel besteht Einzelsiedlung, dann wieder im allgemeinen westlich mehr dasEinheitshaus, im Osten der getrennte oder Haufenhof, im Norden Mehrseitgehöfte.

Gebiete II bis X( Abb. 2 bis 5). Hier herrscht zumeist das Einheitshaus bay-rischer Art, das charakteristische Salzburg- Tiroler, gewöhnlich Alpenhaus genannt( Abb. 2), mit einigen Abarten. Am reinsten erscheint die Form in III und VIII,wobei im Unterinntale bei großen Anlagen das Wohnhaus abgetrennt ist. DasGebiet II enthält zwar auch hauptsächlich das Haus Abb. 2, doch gemengt mitder Form Abb. 3, welche gegen Westen etwas zunimmt. Abb. 3 kommt in mehrerenAbarten vor, welche damit noch am bezeichnendsten gegeben sind. Bei genauemVergleiche läßt sich die Form aus den Abb. 1, 2, 4 oder 5 durch Ausdehnung derBreite und Einziehung der Länge bei gleichzeitiger Drehung des Firstes um 90º,somit aus dem bayrischen und alemannischen Einheitshause ableiten, und sie kanndaher als eine Mischform beider bezeichnet werden. In Brixen beginnen teilweisegetrennte Gehöfte, deren Zahl gegen Süden zunimmt. Ebenso sind im Gebiete VIIIan der Grenze gegen IV und VII gleich wie dort getrennte Höfe, während sehrbald gegen Osten wieder das Einheitshaus auftritt. Auch südwestlich von Schlanderssind getrennte Gehöfte vorhanden. Im Gebiete V erscheint das Salzburg- TirolerHaus in unansehnlicherer Form und getrennter Anlage, während in IV auch ge-trennte, doch stattlichere Gehöfte vorhanden sind. Das Gebiet VI begreift dasreiche Wein- und Obstland im unteren Eisacktale mit städtisch beeinflußten, auchschloßähnlichen Häusern. Das Gebiet VII, teils Ladiner, teils Italiener enthaltend,hat noch eine ähnliche Hauseinteilung wie Abb. 2, aber durch Zubauten untypisch,Wohnhaus.abgetrennt, wie IV. Gebiete IX und X, größtenteils salzburgisch, habengleich III meist die Form Abb. 2. Der Pinzgau IX hat gesondertes Wohnhausund bei größeren Höfen zahlreiche Wirtschaftsgebäude, oft in Form eines kleinenDorfes, im südlichen Teil, dem salzburgischen Lungau, ist neben dem Einheits-haus auch der getrennte Hof zu finden. Diese getrennten bayrischen Höfe, Haufen-