wie speziellen Studien in zahlreichen Ländern vorzulegen vermochteund ganze Buchreihen herausgab und weiterbetreut, ja zumeistüberhaupt erst möglich gemacht hatte, wer ferner in der Museums-arbeit und in der sorgfältigen Erstellung der wissenschaftlich aus-gestatteten Kataloge hiezu das Bleibende solcher Leistungen zusichern nicht müde wurde und zu alledem noch viele Studenten alsunverdrossener Betreuer zu Dissertation, zu Doktor- Abschluß undoft genug auch noch zur Berufsstellung führen konnte, dem dürfenschließlich auch die nicht gesuchten, aber doch auch mit Genug-tuung angenommenen und für andere weiter wirkenden öffentlichenEhrungen zwischen jenem W. H. Riehl- Preis von 1937 und-- vierzigJahre später nunmehr dem Brüder Grimm- Preis der Philipps-Universität zu Marburg an der Lahn 1977 nicht fehlen. Ich trage fürmeinen Freund Leopold Schmidt keine Spruchbänder mit seinenTiteln und auch keinen Polster mit den ihm gebührenden Orden undEhrenzeichen zur Schau im Gratulationsgepränge. Aber: schon 1957Ehrenmitglied der Griechischen Gesellschaft für Volkskunde( Elle-nike Laographike Etaireia), 1968 die Wahl zum Ausländischen Mit-glied der Finnischen Altertumsgesellschaft in Helsinki, jene zum,, Ausländischen Arbeitenden Mitgliede" der Kgl. Gustav AdolfsAkademie zu Uppsala 1972 und nun gar die Wahl als Korrespon-dierendes Mitglied( 1967) und seit 1970 als ordentliches Mitglied derphilosophisch- historischen Klasse der Österreichischen Akademie derWissenschaften: so etwas wird einem nicht geschenkt, um so wasbewirbt man sich nicht, das will verdient sein, ehe es nach strengerAuswahl solche Anerkennung findet. Und gerade dieser Österreichi-schen Akademie der Wissenschaften hatte Leopold Schmidt schon inseiner literarhistorisch- sozialgeschichtlichen„ Muckennetz"-Publika-tion gedient. Nunmehr durften der Reihe nach wesentliche Publika-tionen in ihrem Rahmen erscheinen, zumal in dem- in der heuti-gen Zeit weiß Gott zu gründen nicht leichten, und dennoch erreich-ten( 1973) ,, Institut für Gegenwartsvolkskunde" an der Öster-reichischen Akademie der Wissenschaften in Wien mit seiner Außen-stelle in Mattersburg/ Burgenland. Das ist Dienst an einer„, leben-digen Wissenschaft", unmittelbar den Blick auf das Heute gerichtetund dokumentierend für morgen, für hier in Österreich und vomTypus her für weithin in der europäischen Gegenwart einer ent-gegen allen pessimistischen Kulturprognosen eben doch nicht völligentindividualisierenden, nur noch nivellierenden Allerweltszivilisa-tion anstelle des Gewachsenen und des weiter sich Entfaltenden derVolkskulturen- Vielfalt.
Was soll man nun als fast Gleichaltriger, den freilich das Lebenaus Muẞ und Wollen weit aus dem engeren Heimatumgrunde hin-
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