können. Dies lange ehe dort eine eigene Lehrkanzel errichtet, z. T.wieder errichtet werden hatte können.
Also wurde und blieb es seither der Dreiklang eines unendlichsegensvollen Wirkens: Stetige museale Arbeit an den grundsätzlichimmer auch restaurierten, oftmals gänzlich neu inventarisiertenObjekten der Volkskultur eines weiten von Österreich her mitbe-stimmten geistigen Raumes über die politischen Grenzen seinesStaates hinaus; die Interpretation dieser besonderen Volkskultur vorjungen, aufnahmebereiten Menschen zu deren Befähigung, Ererbteszu erkennen, Gewachsenes zu beurteilen, Werdendes mit Hingabeund Abstand zugleich zu erfassen für ein Weitertragen dessen, wasZeugnis für das„ Leben in überlieferten Ordnungen" war und bleibtund sich in der Gegenwart vor unseren Augen wandelt oder neugebiert. Und zu Museumsdienst und Hochschullehre das an zahlen-mäßigem Umfang bisher wohl Unvergleichbare der Tätigkeit alsForscher in Publikationen wie in der kritisch- unbestechlichen Wür-digung oder scharf formulierten Distanzierung von dem als unzu-länglich Erkannten.
Museumsfachmann
mit so vielen Neugründungen von Außen-stellen in Wien und in Niederösterreich wie der wohlvorbereitetenGabe an andere Länder-, Hochschullehrer und Forscher: dieseDreiheit vermochte und vermag auch heute noch, getragen voneinem unbezähmbaren Arbeitswillen und erzwungen oft ohne Rück-sicht auf die eigene, gar nicht robuste Konstitution, erstaunlichvieles zu schaffen. Dies nun beileibe nicht immer in der Sonne des,, Erfolges" und in der Freundschaft ruhiger Mitarbeiter oder in un-gestörter Gestalteridylle mit der wohltuenden Stille einer vonUnnahbarkeit umhauchten Direktorskanzlei oder Gelehrtenstube zuHause. Es mußte immer wieder durchgefochten werden gegenüberwirklichen Gegnern in Gesinnung und Fachverständnis oder auchgegenüber manchen Neidern, mitunter hart bedrängt, dann aberauch streitbar genug, wenn auch nicht um des Streites selber willen.Was aber von all diesen Mühsalen„ bleibt", darüber gibt dieseBibliographie mit dem vorläufigen Abschluß 1977 Auskunft. Sie istvon seinen Schülern und seinen Mitarbeitern aus Ehrfurcht und ausDankbarkeit und auf jeden Fall mit Staunen über das, was da inseinem einzigen Gelehrtenleben zustande hatte kommen können,gewissenhaft erstellt. Unser Wort„ gewichtig" ist zum Glück mehr-deutig. Hier ist es am Platze.
Wer so viel an Zeitschriften hatte redigieren müssen und diesauch in krisenhaften Zeiten der Finanzschwäche vermochte und ver-mag, wer eine solche Anzahl an Rezensionen formulierte und vorallem eine solche Fülle von eigenen, in sich geschlossenen Werken
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