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Leopold Schmidt-Bibliographie : Verzeichnis der wissenschaftlichen Veröffentlichungen 1930 - 1977
Entstehung
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Als Leopold Schmidt am 9. März 1935 sein Grundstudium mitder Promotion zum Doctor philosophiae abschloß, stand seine Disser-tation über Untersuchungen zur Formgeschichte der deutschenWeihnachtsspiele"( 1934) schon bezeichnend klar in der Mitte undüber den Fachdisziplinen der Literaturgeschichte, der Kulturhistorie,der volkstümlichen Bild- und Wortgestaltungen im Bereich des geist-lichen Volksschauspieles, dem er nachmals so entscheidend viele underkenntnisreiche Bücher und Einzelstudien widmen sollte; immerin der oft bekundeten Einsicht, daß es wohl viele Disziplinen, abernur eine einzige Wissenschaft geben könne.

zunächst

Leopold Schmidt vermochte dies in einer Zeit, als erder unpolitischen, nicht konfessionell gebundenen Jugendbewegungangehörend, ihr aber bald entwachsend von 1936 bis 1939 für

Rudolf Kriss Helfer und bald auch Freund in dessen Sammlung fürReligiöse Volkskunde in Wien wurde. Zu Rudolf Kriss fand er auch,nach langem Kriegsdienst( 31. Jänner 1939 bis 31. August 1945)heimkehrend zunächst auch auf die gastfreundliche Koppenleitenbei Berchtesgaden, ehe ihn die Heimatstadt Wien selber in ihreArmut aufnahm und er, der diese Stadt nicht nur Zwischen Basteiund Linienwall" so sehr kennt und liebt, ihr im Leid wie in demso langsamen Wachsen der Zuversicht ihrer Menschen in jener Artzu dienen" begann, nein: fortsetzte, wie dieses Wortes tiefste undedelste Bedeutung heute leider nur noch selten verstanden wird.

Das tat Leopold Schmidt zunächst als Vertragsbediensteter amÖsterreichischen Museum für Volkskunde in Wien seit dem 1. Fe-bruar 1946, ab dem 1. Jänner 1949 als dessen provisorischer wissen-schaftlicher Assistent, vom 1. Jänner 1955 als Leiter und seit dem1. Juni 1960 als Direktor des durch Jahrzehnte eben aus der vor-bildgebenden Kraft dieses unermüdlich und unbeirrbar Dienenden"wohl angesehensten Museums für Volkskunde in Mitteleuropa. Leo-pold Schmidts Dienst aber bestand in der Rettung des Vorhandenen,in seiner in zahlreichen Sonderausstellungen erprobten Neuaufstel-lung, im zusätzlichen Erwerb so vieler aus dem Gesamtbereich deralten Monarchie nach Österreich auch jetzt erst nach dem zweitenWeltkriege verbrachter Objekte, im Aufbau einer Fachbibliothekdes Museums, die zur größten ihrer Art in Europa werden konnte,im zeitweiligen( kommissarischen) Mit- Verwalten des Österreichi-schen Museums für Völkerkunde( 1. Jänner 1954 bis 31. März 1955).

Vor allem aber bleibt es eine wesenhafte Leistung Schmidts inseinem Heranbilden mehrerer Generationen junger Fachkräfte durchdas Wirken als Hochschullehrer, der als Privatdozent am 7. Juli 1946seine Vorlesungen immer in engster Verbindung zum wissenschaft-lichen Museumsdienst an der Universität Wien hatte aufnehmen

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