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März 1911.
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1742.SA
NDE
Herrn Professor.
Dr Michael Naberlanit.
seinen dankbaren Schüle
in aufrichtiger Verehrung
URANIA
Illustrierte populärwissenschaftliche Wochenschrift
Separat- Abdruck aus dem IV. Jahrgang Nr. 11 und 12.
Eine Islandreise im Sommer 1904.| Unternehmungsgeist
Von Dr. Rudolf Trebitsch.Mit 8 Abbildungen.
Auf dem Dampfschiff» Vesta« der» Forenede Damp-skipselkab«( auf Deutsch: Vereinigte Dampfschiffahrts-gesellschaft) verließen wir am 24. Juli Kopenhagen. Einekleine Gesellschaft war an Bord vereinigt. Ein deutscherUniversitätsprofessor der Zoologie mit seinem Sohn undeinem Assistenten, von seiner Regierung mit einerwissenschaftlichen Mission betraut, ein nach Englandfahrendes dänisches Ehepaar, schließlich mein FreundDr. Michael v. Eisler und ich, zwei neugierige Globe-trotter. Nach dreitägiger Fahrt erreichten wir Leith in
selbst einen schon bejahrten
Menschen zu treiben vermögen!
Am 28. Juli verließen wir Leith, um nach ruhigerFahrt Island( zu Deutsch: Land des Eises) am 1. Augustzu erreichen. Anregende Gespräche mit dem deutschenGelehrten, Planktonfischerei( Plankton, wörtlich dasHerumtreibende; damit werden alle kleinen Lebewesenbezeichnet, welche die Meeresoberfläche beleben),Spaziergänge auf der Kommandobrücke über Einladungdes liebenswürdigen Kapitäns und Beobachtung desMeerleuchtens bei Nacht verkürzten uns angenehm dieDurchquerung des offenen Meeres. Sie wurde noch durchdas Passieren der zu Dänemark gehörigen Farör( aufDeutsch: Schafinseln) in erfreulicher Weise unterbrochen.
Reykjavik, die Hauptstadt von Island.
Schottland am 27. Juli, wo uns eine zwölfstündige RastMuße zur Besichtigung des reizenden Edinbourgh bot.Hier bestieg eine Anzahl Engländer das Schiff: ZweiUniversitätsstudenten aus London in der Absicht, vonAkureyri auf Island aus, einen Fisch- und Jagdausflug zudem schönen See Myvatn zu machen. Ein anderesFreundespaar, Universitätsstudenten aus Dundee inSchottland; wollte den Vatnayökull, einen 180 Kilometerlangen, an seiner höchsten Spitze 2150 Meter hohenGletscher der Länge nach durchwandern, was bis dahinnoch niemandem gelungen war. Ein ungefähr 60 Jahrealter englischer Kaufmann gedachte Schwefelminen imNorden Islands zu entdecken, in Betrieb zu setzen und imFalle des Gelingens die Insel sogar mit der ersten Eisen-bahn zu beglücken. Erstaunlich, wie weit Geldgier oder
Doch nun sollten böse Stunden kommen. Am 31. Julimorgens machte uns Nebel den Anblick des nahen Is-land unmöglich. Es war das an einer Stelle in der Nähedes Ortes Fraskusfjördur( Fjördur- Fjord), wo infolge desZusammentreffens des Polarstromes mit dem Golfstromnahezu immer Nebel herrscht. Zuerst bewegten wir unsmit halber Kraft, um schließlich wegen der zunehmendenBehinderung des freien Ausblickes ganz stille zu stehen.Die Strömung trieb uns aber wiederholt dem Festlandezu, was der Kapitän nur mit Hilfe von Lotungen undSeekarten konstatieren konnte. Um nun nicht an derklippenreichen Küste aufzufahren, war unser peinlichvorsichtiger Kommandant genötigt, das Schiff von Zeitzu Zeit gegen das offene Meer zurückzulenken. Unter-dessen mußte uns fortwährendes Tuten vor allzu intimer