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Ethnographisches von meiner Grönlandreise im Sommer 1906
Entstehung
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XVI. Internationaler Amerikanisten- Kongreẞ.

aus einem Steinhaufen, enthielt dieses seltsame Objekt mitten zwischenden Steinen liegend. Beide Gegenstände dürften aus einem Grabeeines weiblichen Individuums stammen. Es war nämlich, wie Cranz

in seiner Historie von Grön-

land( 1779) erzählt, üblich, denMännern ihre Jagdgeräte unddent Frauen Haushaltungs-gegenstände mitzugeben, be.sonders Nähschachteln. DerLeichnam selbst wurde meistwie auch bei den amerikani-schen Eskimos Glossar ::: zum Glossareintrag  Eskimos ohne Sarg insitzender Stellung zwischenden Steinen geborgen, be-greiflich in einem Lande, woes nur so spärliches Erdreichgibt. Das Mitgeben von Gegenständen in dasGrab ist übrigens auch bei den amerikanischenEskimos Glossar ::: zum Glossareintrag Eskimos gebräuchlich. Die zwei Gegenständewurden mir mit dem Ausdrucke» pugulak ussak<bezeichnet, was meinem Dolmetsch zufolge» Telleraus Holz bedeuten soll.

Fig. 4. Zwei alte Holzschüsseln aus demnördlichen West- Grönland.

Fig. 5. Harpunen-stange aus drei Tei-len bestehend, samtLeine undHarpunen-spitze. Aus Prövenim nördlichen West-

Grönland.

Der gütigen Vermittlung des Herrn PropstesSchulze- Lorenzen aus Goldthaab verdanke ich dieErwerbung des in dem nächsten Bilde( Fig. 5)festgehaltenen Instrumentes. Es ist eine aus dreiTeilen bestehende ungefähr im Ganzen 6 m langeHarpunenstange, nach Schulze- Lorenzen» Kaputmamagok genannt. Diese Waffe wurde für michin Pröven in Nordgrönland eigens angefertigt.Die nunmehr nicht mehr gebräuchlichen Objektegleicher Art sollen aber nur aus zwei Stücken,in seltenen Fällen aus einem Stücke bestandenhaben. Die Harpune dient im Winter der See-hundsjagd auf dem Eise. In Übereinstimmungmit Rink in seinem Werke» Grönland< wurdesie mir von Schulze- Lorenzen folgendermaßen ge-schildert: Es wird im Eise ein sehr großesLoch gemacht und daneben ein ganz kleines.