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Einiges über das Leben der Eskimos Glossar ::: zum Glossareintrag Eskimos in Westgrönland
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Nr. 24

WISSENSCHAFTLICHER TEIL

* Seite 219

Boot, das sogar nach Maß angefertigt wird. Es besteht| verfaulten Zustande genossen. Als besondere Delikatesseaus einem Holzgerippe und einem Überzug von See- gelten die Flossen. Manchmal wird das Fell auch alshundsfellen, ist also allseitig gedeckt. Wie sehr es sich ganzes abgezogen und dann an seinen Rändern mittelszur Seehundsjagd eignet, konnte ich aus eigener An- Seehundsrippen zum Trocknen auf der Erde in ausge-schauung erfahren. Während es von einem Ruderboot spanntem Zustande befestigt. Nachher wird es von ge-aus nur selten, selbst einem ganz guten Schützen, gelingt, schickten Frauenhänden in Kleidungsstücke umgewandeltden plötzlich aus dem Meer auftauchenden Seehund mit oder an den Kolonieverwalter verkauft, von dem aus eseiner Gewehrkugel zu treffen, geht dies vom Kajak aus nach Europa expediert wird, wo es als Pelzwerk oderbedeutend leichter, weil man infolge der nahezu geräusch in neuerer Zeit vielfach als sogenannte Seehundsstreifenlosen Fortbewegung dieses Fahrzeuges an das Tier ganz bei Skifahrern Verwendung findet. Interessant ist es,nahe herankommen kann. Über die Seehundsjagd selbst daß die grönländische Sprache für verschiedene Artenwurde von vielen Seiten schon des öfteren Interessantes der Seehunde eigene Bezeichnungen hat, die den euro-mitgeteilt, so daß ich infolge des mir zur Verfügung päischen Sprachen meines Wissens fehlen.stehenden knappen Raumes nicht näher darauf ein-gehen will.

Aber ein ganz besonderes Schauspiel ist es, wennman einen Kajakmann mit dem erlegten Seehund heim-kehren sieht. Mittels Riemen, die dem Tier durch die

Die Seehundsfelle werden unter anderem auch zurHerstellung der sogenannten Frauenboote verwendet.Der Name rührt daher, daß in früheren Zeiten nur Frauenin solchen Fahrzeugen zu rudern pflegten und dieseBeschäftigung als unmännlich galt; heutzutage ist dem

nicht mehr so. Wir konntenbeinahe immer für unsereFrauenboote eine aus-schließlich männlicheMannschaft erhalten. DieseSchiffe haben meist Raumfür 6 bis 9 Leute. Davonsind zirka 6 Ruderer und.einer Steuermann. 1 bis 2Passagiere finden meistnoch Raum. Diese Fahr- 1zeuge sind so leicht,daß die Mannschaft ohneI besondere Anstrengung8 bis 10 Stunden im Tagerudern kann, wobei aufeine Stunde meist eine'Seemeile entfällt. Hat mangünstigen Wind, so wird:gesegelt. Ein rechteckigesTuch wird über einer Ruderbank an einer Stangeoder oft an einem Ruder befestigt. Die Schmalseitendieses Stoffstückes werden von je einer Ruderstangegewissermaßen eingerahmt und das Segel ist fertig.Ein so ausgerüstetes Boot erinnert stark an analogeBilder, wie wir sie in Büchern finden, die das homerischeZeitalter behandeln. Freilich wird man mit einem soleichten Fahrzeuge niemals gegen Sturm ankämpfenkönnen, auch Eisschollen müssen ängstlich vermiedenwerden, ein Leck ist begreiflicherweise bald da. Unseralter erfahrener Steuermann wußte eine hiehergehörigeGeschichte aus seinem Leben zu erzählen. Er fuhr mitseinem Fellboot dereinst über die Meerenge Waigattzur Insel Harö. Plötzlich begann das Schiff ein wenigzu sinken. Offenbar hatte eine Eisscholle, an die man

Rast auf Kerasak. Ein Kajak und ein Frauenboot.

Nasenlöcher gezogen werden, schleppt der Grönländerseine Beute während der Kahnfahrt auf der See heim-wärts und ebenso zieht er sie an den Strand. Ist daseinmal geschehen, so überläßt er alles übrige den Frauen,er spielt nun den grand seigneur und huldigt dem dolcefar niente. Auf freiem Platzé beschäftigen sich nunmehrere Frauen damit, die Robbe zu zerlegen. Ihre Hautwird samt der Fettschichte in viele parallele Segmentegeteilt und in dieser Form dem Tier über den Leibgezogen. Diese Manchetten wandern nun teils in dieTranfabrik, wo sie der Trangewinnung dienen, teilswerden sie zurückbehalten und für die Reisen in denFrauenbooten aufgespart, wo sie zum raschen Verstopfeneines etwaigen Lecks verwendet werden. Nun schreitendie Damen an die Eröffnung der Leibeshöhle des Tieres.Der ganze Darmkanal wird herausgenommen, irgendetwas zu unsanft angefahren war, eines seiner Seehunds-wohin zum Trocknen gelegt und dann verzehrt. DerKopf mit seinem fleischigen Anteile wird meist aufeinige Wochen in der Erde vergraben und dann im

felle geritzt. Sofort war man mit den bereits erwähntenStücken von Seehundsspeck zur Hand, konnte aber dasLoch nicht finden, um es zu verstopfen. Nun hieß es,