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Fellboote und Felle als Schiffsfahrzeuge und ihre Verbreitung in der Vergangenheit und Gegenwart
Entstehung
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18.

in Skandinavien, am wahrscheinlichsten in dem von Lappen Glossar ::: zum Glossareintrag  Lappen bewohnten

Teile.

In der Gegenwart treffen wir Fellboote und Felle inEuropa: In den angeführten Teilen von Irland und Wales und an den

aufgezählten Punkten in Albanien.

B. Asien

I. Vorder-, Zentral-, Süd- und Ost- Asien.

"

Für Vorderasien finden wir bereits in den Schriftstellern des klas-sischen Altertums Belege für das Vorhandensein von Fellbooten inMesopo tanien und Armenien. Dabei handelt es sich um Typus 1, 4und 5, Typen, die wir ja auch in der Gegenwart in Mesopotanien an-treffen. Zwei von diesen Autoren Herodot und Xenophon sind sicher-lich zuverlässig, weil ihre Angaben auf eigener Anschauung beruhen.Bei Herodot( 484-404 v. Chr. Geb.) heisst es in seiner1)Geschichte" im Cap. 194:( Es war im Vorhergehenden von den Baby-loniern die Rede) Was mir aber dort im ganzen Lande das wunder-barste ist, will ich gleich jetzt angeben. Ihre Fahrzeuge, die den( Abb.6.)Fluss herab nach Babylon kommen, von runder Gestalt, sind ganz ausLeder. Bei den Armeniern nämlich, die oberhalb der Asyrier wohnen,schneiden sie zuerst Weiden ab und machen die Rippen des Schiffsdaraus; Darüber spannen sie aussen herum eine Decke von Häuten alsden Boden, ohne daran ein Hinterteil hervorzuheben, oder einenSchnabel zu spitzen, sondern in der runden Gestalt eines Schildes.Jetzt füllen sie dieses ganze Fahrzeug mit Stroh und lassen sichden Strom hinab mit ihrer Ladung treiben. Meistens führen sie Krü-ge voll Palmwein darauf. Gelenkt wird es durch zwei Ruder von zweiaufrecht stehenden Männern; und wie der Eine das Ruder einwärtszieht, stösst es der Andere auswärts. Solche Fahrzeuge werden so-wohl von bedeutender Grösse gemacht, als auch kleinere, und die2)grössern davon können selbst eine Last von 5000 Talenten haben.

1) Deutsch von Adolf Schöll, Stuttgart 1855.

2) Das Talent zu 53 Pfund, 22( Anmerkung des Uebersetzers).