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Gebildbrote der Faschings-, Fastnachts- und Fastenzeit
Entstehung
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4. Das starke Vorwiegen der menschlichen Frucht-barkeitssymbole, mit denen sich die geschlechtsreife Jugend be-schenkt. Auch im römischen Bacchuskult finden sich solche Symbole;Augustinus( Civit. Dei, VI, 9) bezeugt, daß in dem Tempel des Liber-Bacchus männliche, in dem der Libera weibliche Genitalien als Gebäckeniedergelegt wurden.

5. Die Häufung der Herzformen( Herz und Krapfen);

6. desgleichen der Horngebäcke( Mondbrote) und

7. der Hirschgebäcke.

Diese letzteren drei Gebildbrotformen sind höchst wahrscheinlichdurch römischen Bacchanalieneinfluß vermittelt, der sich aber auch bei4 und 8 bemerkbar macht.

8. Die Substitution des römischen März hasens durch Teiggebilde,die diesen zum Teil vorstellen.

9. Das vollständige Fehlen der Zopfgebäcke( Trauersymbole)und der sogenannten Teilbrote( Seelenbrote).

10. Das Herstellen und Abholen der Fastnachts-gebäcke beim Pfarrherrn, der dem Zeitgebäcke eine Art Weihedes Hauses zu verleihen schien. Hierbei ist daran zu erinnern, daß demPfarrherrn früher die Stierwiese gehörte; ebenso erhielt er den sogenanntenBlutzehent als Entschädigung für das Halten des Gemeindestieres und desSchweinsbären, die für die Nachzucht des lebenden Viehes notwendig waren.Die Erhaltung des Fruchtbarkeitssegens war also sozusagen am Hause.11. Das Heischen und Holen derselben durch diejunge Männerwelt bei den Weibern Glossar ::: zum Glossareintrag  Weibern. Männerbündnisse undWeiberbündnisse Glossar ::: zum Glossareintrag Weiberbündnisse scheinen früher dem Lenzfeste vorangegangen zu sein,welches dann auf einige Tage den jungen Männern und Mädchen volleGeschlechtsfreiheit gewährte, die früher, das heißt in heidnischen Glossar ::: zum Glossareintrag  heidnischen Zeiten,vermutlich die ganze Lenzzeit hindurch dauerte, in der vegetabilischeund animalische Fruchtbarkeit erzielt werden sollte.

Aschermittwoch,

III. Fastenzeit.*)

Fastnachtsmittwoch,

Quatembertag,Tempertag, Caput jejunii; altnord.: oska- ôdinsdagr, aske- onsdag; mhd.:aschtac; 1448: aschedach; 16. Jahrh.: an der aescherigen Mittwochen,estrichte mittewochen, heschichte mittwochen, äischtag, eistag; Schweiz:Bschuri- Mittwoch, Schurtage, Aschli- Mikte; Elsaß: Schurtig( Scheuertag);Allgäu: Küchletag; Rheinland: Machertag( reinemachen); Pfalz: Alte Weiber-fastnacht Glossar ::: zum Glossareintrag fastnacht; Antwerpen: Kreuzchentag; England: Ash- Wednes- Day, Ember-,Imber-, Ymbre- Day= Quatembertag; die Volksetymologie stellt das Wortzu embersheiße Asche und meint(» bycause that our elder fathers

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*) Als Zeitperiode verkörpert in der Frau Faste, Fronfasten( Südwestdeutschland).Die vierzigtägige Fastenzeit sprengte die lange altgermanische Lenzfeier in zweiFeiern weit auseinander; die eine fiel in den Februar, die andere auf Ostern, erstenMai oder gar erst auf Pfingsten.

Zeitschrift für österr. Volkskunde. XIV. Suppl.- H. V.

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