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vil unnützer unkosten offgewendt.«( Birlinger, S. II, 60, 61.) 1620 holtendie Stuttgarter Handwerksgesellen bei den Kunden mit Musik ihreFastnachtsküchle( Z. d. V. f. rh. u. w. V. K., I, 196); dieses gemeinsameHolen und Reichen von Kultzeitspeisen durch die jungen Leute,>> unver-schanten Küchli reichen«( A. f. Schw. V. K., I, 183) ein usueller Tribut derWeiblichkeit an die ins Haus stürmenden jungen Burschen- dürfte einÜberrest einer uralten Gepflogenheit aus der Zeit der Jünglingsbündesein( Schurtz, s. Blätter f. hess. V. K., III, 176), die ihr Analogon in denWeiberzechen Glossar ::: zum Glossareintrag Weiberzechen( Weiberfastnacht Glossar ::: zum Glossareintrag Weiberfastnacht) haben; sie unterscheiden sich aber dadurch,daß die Speisen in der Küche der Weiber Glossar ::: zum Glossareintrag Weiber geholt und geheischt werden,ganz wesentlich von dem gegenseitigen Beschenken der Erwachsenen,der ganzen Sippe mit den Gaben des neujahrzeitlichen Glückstisches( tabula seu mensa fortunae).( S. Neujahrs- und Weihnachtsgebäcke.) Die-Statuta capituli ruralis Wurmlingani 1763 besagen:» Si in aliquis locisvi consuetudinis aut potius desuetudinis parvulis ad doctrinam cate-cheticam obligatis distribui a parocho debent placentae vulgo das Fas-nachtsküchl, Fasnachtswecken etc.<<( Birlinger, S. II, 38); also besondersder Pfarrherr mußte seinen Schulkindern dieses Kultzeitgebäck spendieren;die Schulkinder möchten hier wohl als Substitute anderer Personen an-zusehen sein. In der Schweiz heischen um Fastnacht Vermummte,das heißt wohl die Gestalten der Frühjahrsdämonen, ihre Küchli undsingen unter anderem:» Hä nacht ist die Fasenacht, wo me die Chuechebacht, Bached mer au e Chueche, Lö mer si au versuche etc.<<( Arch. f.Schw. V. K., I, 187.) An anderen Orten in der Schweiz rufen die Kinderin Nachahmung der Erwachsenen vor den Häusern:» Hosch, holle! hosch,holle! gend ins e chlin Fastnachtchuechli!«( Schw. Id., II, 115, III, 130);auch der Ziegenhirt darf sich diese Hausspende holen und Burschen undMädchen regalieren sich gegenseitig; auch die Wirte laden ihre Gästezum Fastnachtsküchel ein. Der Klosterkellermeister gab den AckerleutenFastenküchli und Weißbrot( 1. eod.). In Ellwangen sangen die Kinder:>> Faßnacht, du alte Kuh, steck dein... mit Lumpen zu! Faßnacht, kommmorgen z'nacht, wann mein Mueter Küchlen bacht, d' Kuechlen sindt ver-brannt, wärist bälder kommen!«( Birlinger 1. c. II, 31.) Die pfälzischenFastnachtsküchlich oder Küchelche werden erst gebacken um Sonnen-untergang; der Teig dazu wird flach gewälzt, dann rechteckig oderrautenförmig( s. unten 8) mit dem Messer zerschnitten, dann im heißenFett( meist Öl, das durch rohe Kartoffelschnitten vom Ölgeschmacke be-freit, gelöscht ist) gebacken. Bis sie gebacken sind, singen die Kinder:» Ringele, Ringele, Rose Die Küchelich sind geblose Wenn meinMutter kein Küchelich backt Pfeif' ich auf die Fasenacht!« Ist eineFrau schwanger, so darf sie keine Fastnachtskuchen backen, denn alleherausspritzenden Ölflecken kommen als Elbflecken( s. d. Verf. Krankheits-namenbuch, 887) bei ihrem Kinde zum Vorschein genau auf derselbenHautstelle, wo das heiße Öl die Mutter getroffen hatte.( Grünenwald, 23,24.) In den Dörfern bei Roßlau im Anhaltischen wurden die Bauern, die
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