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26. Januar]) ein Stück in den Ackerboden( für die unterirdischenSaatgeister); für die Windgeister aber steckte man drei ungebackene( nochmehlweiße), aber doch geformte Laibchen auf Zaunpfähle, oder man warfsie zur Vermittlung an die Windgeister ins Herdfeuer. Um Klaus imTraunviertel backt man nebst der Störi einen kleinen Laib aus gröberemMehle, den man in drei Teile zerbricht und für das Feuer( als Mittelgegen den Feuerbrand) aufbewahrt( 1. eod. 8). Dieses» Störibrot<< trägtalso ganz den Charakter eines Neujahrsbrotes und Agathen- Brotes( s. oben),die beide nicht schimmeln; schon der Fastnachtssauerteig schützt das Brotdavor( Ansbach).( D. Gaue, 105/06, S. 35.)
In Zürich ist dieses Fastnachtsbrot ein sogenanntes Grußbrot, inGlarus ein Birnbrot; ersteres ist wohl ein Grusch- oder Grüschbrot, einhartkrustiges Brot( Staub, 68); das letztere ist das bekannte Früchten-brot, das sonst nur um Weihnachten üblich ist.
3. Der Brotlaib in flacher dünner Form ist der Fladen oderZelten,( kleiner) Flecken oder Platz( placenta).
Die Danziger, Nürnberger und Schwaben haben ihre runden Fast-nachtsfladén(» die fasnacht hat uns procht zu groszem schaden,das wil uns die ostern widerkern mit air und fladen«[ 16. Jahrh.]).( Heyne, II, 278.) Ohne allen zwingenden Grund vergleicht Mannhardt, 466,diese von Natur aus stets rundscheibigen, an allen größeren Feiertagenbemerkbaren Fladen mit dem Funkenringe( Sonnenscheibe) und sucht inihnen ein Sonnensymbol(??) oder den Jahresumring( s. Weihnachts-gebäcke, S. 5). Die runde Form ergibt sich aber allein aus der Back-technik, bei der der Teig sich in runder Form ausbreiten muß, ohne alleAbsicht des bildenden Bäckers.
Die Oberbayern haben auch Fastenzelten, die auf Fastnacht ge-backen werden.( Schmeller, II, 1118.) Dieselben gelten auch als Apotropäongegen den Wolf;» an der rechten vasnacht nym von jelicher richt denersten pissen( Erstlingsopfer) vnd ain gersten mell vnd pach ain zelltendaraus vnd gibs dem viech, da peißt dirs kain wolf nicht«<( 1. eod.). DasHausvieh nimmt an der apotropäischen
Wirkung des Sippschaftsopfers Anteil.
Die Schwaben haben auf FastnachtPfann( en) zelten mit Kraut und Bohnen( Bir-linger, 91, 294, 438), eine ganz abgeblaẞteErinnerung an das lenzliche Kultgericht.Diesen Pfannzelten gleichen amdie slawischen Plinsen
meisten
Fig. 8. Langgestieltes Plinseneisen( Sachsen).
( 1587 plinẞen, laganum, D., I, 316) von russisch blinis=== flache, dünneTeiglappen, die auf ebenso dünnen und sehr flachen Blinseneisen( s. Fig. 8) gebacken werden. Fastnacht und Blinis sind in Rußland un-zertrennliche Begriffe, wie bei uns Fastnacht und Krapfen; ohne Blinisdort keine Fastnacht.» Zu Fastnacht gehen die ersten Blinis für dasSeelenheil der Toten«,» Zu Fastnacht braucht jeder seine Pfanne selber<<,
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