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sich als Frau verkleidet bei der Feier einschlich, wurde er wegen Reli-gionsverletzung öffentlich belangt. Es soll übrigens bei den deutschenebenso wie bei den römischen Weiberfesten Glossar ::: zum Glossareintrag Weiberfesten nicht gerade zart zugegangensein. In Köln bestand die besondere Belustigung der Weiberfastnacht Glossar ::: zum Glossareintrag Weiberfastnachtdarin, daß sich die Frauen gegenseitig die Hauben abrissen, und auchheute, wo auf den Dörfern die Frauen noch sehr auf ihr besonderes Fast-nachtsrecht halten, während in den Städten fast lediglich die Marktweiber Glossar ::: zum Glossareintrag Marktweiberdavon Gebrauch machen, sind Anmut und edle Sitten nicht eben das,was zu den Gepflogenheiten des Tages gehört.<<
Diese Weiberbündnisse Glossar ::: zum Glossareintrag Weiberbündnisse der Faschingszeit erinnern auch an dieWeiberfeste Glossar ::: zum Glossareintrag Weiberfeste bei den griechischen Dionysien, welche zu Fruchtbarkeits-zwecken*) abgehalten wurden. Dieser Parallelismus zwischen animalischerund vegetativer Fruchtbarkeit geht durch die ganze Welt( Nilsson 283, 322);geschlechtliche Abtrennung( Abstinenz) gehörte ehemals zum Kult zugewissen Zeiten bei den verschiedensten Völkern.
B. Fastnachtfreitag. Er heißt in Oberbayern pframiger( fett-reicher) oder rußiger Freitag; der das Mädchen anruẞende Bursche mußam folgenden Tage demselben ein Geschenk mit Schmalznudelnoder einem anderen saftigen Gebäcke machen.( Baader, 363.) Der Burscheholt sich bei seiner Geliebten das Zeitgebäck, dessen Form verschiedensein kann, dessen Grund aber in Fruchtbarkeitszwecken liegt.
Erwähnenswert sind hier die Veroneser Gnocchi, die vielleicht densüddeutschen Schmalznocken analog sind.( Z. d. V. f. V. K., 1904, S. 320.)Frl. Elisabeth Lemke schildert dieses Nationalgericht am letzten Freitagvor Fastnacht( 1. eod.) beim sogenannten Gnocchifeste eingehend:» Mas-kierte Männer(» Maccaroni«<) mit maskierten Bäuerinnen( Männer inFrauenkleidung) ziehen mit einem geschmückten. Ochsenwagen( carrotrionfale) und anderen Scherzfiguren zum Palaste des Governatore, umdiesen einzuladen, in San Zeno» Gnocchi« mitzuessen, wohin das VolkMehl, Käse, Wein und Brot zur Herstellung dieses Gerichtes schon ge-bracht hat. Die Prozession mit Mehl, Wein und lorbeerbekränzten Käsetragenden Kindern teilt vom Triumphwagen aus Brot an die Menge aus.In ungeheuren Kesseln werden dann auf dem Platze vor San Zeno dieGnocchi gekocht und ebenfalls an das Volk verteilt. Wie weit dabei etwalangobardischer Einfluß mitspielt, ist nicht mehr zu bestimmen. DerName des Fastnachtsgerichtes spräche für germanischen Ursprung( ahd.( h) nocch rundliche Erhabenheit; cnocco= Erhabenheit). Nach derTiroler Volkssage( Zingerle, Sagen 2, 110) kocht die Hexe Lang- Tüttinsolche» Nocken«<.
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C. Fastnachtssamstag( Sonnabend). Im NiederdeutschenFastelabend, im Niederländischen Frauchenabend( Weiberbündnis Glossar ::: zum Glossareintrag Weiberbündnis); engl.Egg- Satur- Day( wegen der kommenden Ostereier?); in Süddeutschland
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*) Auch Ares- Mars, der Gott der Seuchen und Frühlingsgott, hieß yovatxo-θοίνας Frauenschmaus( Nilsson, 407), also auch bei den Griechen waren dieseWeiberfeste Glossar ::: zum Glossareintrag Weiberfeste an die Märzzeit, den Lenz, gebunden.