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Glauben, die Geister derer, die»> im nächsten Jahre« sterben werden, zumKirchhofe hinaus( A. f. R. W. 1901, IV, 306); also auch hier ist der alteSeelenglauben vor dem neuen Jahre lebendig geblieben. Im Bergischenerscheint in der Matthias- Nacht der Geist der Geliebten in der Mitter-nachtsstunde( Schell, II, 40), und mit Vorliebe wird der Matthias- Tag alsLiebesorakeltag gewählt. Die vegetative Fruchtbarkeitsfrage und die sexu-ellen Hoffnungen soll dieser neue Jahrestag voraus verkünden; der Tagist, wie viele andere Tage im Fasching und Lenz, auch ein Weibertag Glossar ::: zum Glossareintrag Weibertag.>> Bei mehrtägigen Festen, wenn sie( wie auch das Neujahrsfest) alt-germanischen Ursprunges sind, spielen heute die Männer, morgen oderübermorgen die Weiber Glossar ::: zum Glossareintrag Weiber die Hauptrolle und umgekehrt. Das Weiberfest Glossar ::: zum Glossareintrag Weiberfest,welches sich dem Petri- Tage anreiht, fällt auf den folgenden Matthias-Tag«.( Zeitschr. des bergischen Geschichtsvereines, XI, 87.) Diese Männer-und Weiberbündnisse Glossar ::: zum Glossareintrag Weiberbündnisse entspringen vielleicht einer uralten sexuellen Ab-stinenzzeit, die vor der Pflug- und Saatzeit als religiöser Lenzritus ein-gelegt worden war und die nach dieser Periode dann zur orgienartigengeschlechtlichen Vermischung, die sich in der Faschingszeit am meistenfleischlich- sinnlich äußerte, überging. Solch alte Volksbräuche müssensich denn auch unter den Gebäckformen der Faschingszeit bemerkbarmachen.
In den Gebildbroten dieser Faschingsperiode I sehen wir also haupt-sächlich die süßen Heilbrote der vorangegangenen Neujahrszeit, die.Vogel-gebäcke der deutschen Frühlingszeit und leise Spuren eines germanischenSeelenkults der eigentlichen Lenzzeit verkörpert. Weit deutlicher ist derKult der Hausgeister vor dem Frühling angedeutet. Hakenkreuzgebäckfehlt, andere Glückssymbole( Pentragramme) aus Teig beziehen sich wahr-scheinlich auf die vorangegangene Neujahrszeit.
II. Die eigentliche Faschingszeit.( Schwed. fastlag
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Fastenrecht; dän. fastelavnstid.)
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A. Fastnachtdonnerstag: Bayern Faselnacht- Pfinztag;Donnerstag vor dem Sonntage Esto mihi( oder auch Invocavit). Westfalen:( 1386) Lütken oder lütker, lützel fasselawent; kleine Fastnacht( im Gegen-satze zum großen Karneval). Rheinland: Schwerer Donnerstag. In derwestfälischen Mark und im kölnischen Süderland, wo die Zimbertsburschenihre Gaben einsammeln: Simpers-, Zimbertsdach( Simperstag), Tag desSemperlaufens, sonst auch: wütige Fastnacht, tumbe Fastnacht, wütigerDonnerstag( Grotefend). Im Eifelgebiet: Weiber Glossar ::: zum Glossareintrag Weiber- Donnerstag( Z. f. d. Mythol.,I, 89, 386, Grotefend s. oben); Weiber Glossar ::: zum Glossareintrag Weiber- oder Pfaffen- Fastnacht, sonst auch:fetter, feister, unsinniger, toller Donnerstag.( Schweiz) schmotziger Donstig;( fetter) schmutziger Donnerstag( Pfinztag in Bayern); Gumpeter, Gümpeli-Donnerstag( Augsburg); Schübel- Donstig( schmutziger)( St. Gallen 627);lumpiger Döschta( Donnerstag)( Oberbayern); Bauern- Jahrtag( Oberbayern);in die Zeche gehen( Eger). In England heißt derselbe( Leeds): Fritter-oder Frutters- Thursday wegen des dicken, kleinen Schmalzgebäckes mit