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am Herde beim Beginne eines neuen Hauswirtschafts- oder Dienstboten-jahres sprechen, einen Kult, den wir auch oben am 26. Januar bereitsnachweisen konnten. Der Ofen oder die Herdstätte,» wo die Heiligen indie Töpfe gucken«( Schlörscheid im Bergischen), ist» das Hel«<, um welchesman im Bergischen Braut und Bräutigam geleitete, das( schwed.) ugnhol( Ofenhöhle), die( altbayer.) Hell, wo die» Hellküchel«< aufbewahrt werden.
Der Hausherd, die älteste Begräbnisstätte, wo der herkömmlicheWichtelstein später durch die guẞeisernen Hauswappentafeln im Edelsitzeabgelöst wurde, und wo die Penaten und Lares und die Wichteln bild-liche Verehrung erfuhren, war die Stätte des häuslichen Ahnenkults; ihmklagte man sein Leid*) und dort vergrub man bei den Römern die Opfer-herzen der Tiere und verschloß sie hermetisch in der ruẞschwarzenMauer; von dort stammt auch die» schwarze Kunst<< des Hermes( Alko-hol, Chemie etc.). In der Lichtmeẞnacht schlichen sich auch in Buxtehudedie heiratslustigen Mädchen und Witwen zum sogenannten Ofenanbeten,wo sie sprachen:» Aben, Aben, ick bed di an! Bescher' mi up't Johr ennetten Mann, De god straken un küssen kann.«( Niedersachsen, XIII, 113.)3. Februar, St. Blasius- Tag, engl. Blazes Day; Blasiusdach,Plesiusdag, Bleisgendach.( Grotefend.)
Über das St. Blasien- Brot haben wir in Z. d. V. f. V. K. 1904,S. 431, bereits gesprochen, daß es ein Heilbrot aus römischer Neujahrs-zeit ist mit den Symbolen der Fruchtbarkeit. An manchen Orten Tirols,so auf dem St. Blasien- Berge bei Innsbruck, werden nach dem soge-nannten Einblasigen am 3. November Brötchen in Stangenform, mit fünfbis sechs kleinen Einkerbungen versehen, an das Volk verteilt als Schutz-mittel gegen Halsleiden; hat jemand ein solches, so braucht er nur einensolchen Abbiß von dem St. Blasien- Brot zu sich zu nehmen und zu ver-zehren, um geheilt zu werden.( v. Hoermann, Tiroler Bauernjahr, S. 196.)Auch die Bosniaken geben am St. Blasius- Tage den SchweinenKukuruz zu fressen, damit sie vor Halsdrüsenanschwellungen( Rankkorn,s. d. Verf. Krankheitsnamenbuch, S. 299) gesichert bleiben.( Z. f. Ö. V. K.1902, S. 115.) Im Russischen ist der 11. Februar der St. Blasius- Tag undein Fest für die Kühe, welches( nach Yermoloff, 71) mit dem Feste desrussisch- heidnischen Glossar ::: zum Glossareintrag heidnischen Hausgötzen Welles zusammenhängen soll. Man be-sprengt dort das Vieh mit Weihwasser.» St. Blasius hat den Bart imÖl,<< sagt der Russe, eine Erinnerung an die Ölspenden beim Opfer anden slawischen Welles, meint Yermoloff, 72.
4. Februar: Veronika( Verena).
Im schwäbischen Volksbrauche ist diese Heilige eine Venus( Freia,Fru Frêne nach Meyer, Mythol. d. Germ., 19) unter christlichem Gewande.Nach Rochholz( Drei Gaugöttinnen, 143) ist die schweizerische Vrene diePatronin der Schiffer( ahd. verenna Fahrschiff), der Fischer und Müller,
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*) Über diese Ofen beichte s. Grimm Mythol.3, S. 595; L. Tobler Kl. Schriften1897, S. 81, 84, 93, und Liebenau, Das alte Luzern, 229. Ofenbeten s. Zeitschr.Niedersachsen 1907, XIII, S. 113-14.