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Gebildbrote der Faschings-, Fastnachts- und Fastenzeit
Entstehung
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Glückstische ihre Speiseopfer auch in dieser neuen Zeit finden, und diedann zur Belohnung andere Glücksgaben einlegen. Diese Speiseopfer andie guten Seelengeister verwandelten sich dann in ein Gesinderecht dieserFrühlingszeit, des Beginnes einer neuen Jahreszeit.

Seit 678 ist der folgende Tag:

26. Januar, ein Festtag, St. Pauli Bekehr, engl. St. Pauls-Day, St. Paul- Pitchers- Day( Peitschentag), nord. Pals messe, Souwels Be-kehrung, Pauls- Tag der Kerung, Pauls Kertag, Pauls Ker( Grotefend, 67),St. Pauls- Tag im afterwinter. Mit diesem Wetter- und Lostage kehrt derNachwinter dem Frühling zu; es ist die Wintermitte der christlich-deutschen Kalendermacher. Wenn an diesem Lostage Nebel eintreten,so kommt nach dem Oberpfälzer Volksglauben( 1650) Sterben ins Land,da die von der Sonne nicht vertriebenen elbischen Nebelgeister Krank-heiten bringen. Man scheint in alter Zeit diesen Tag besonders gefeiertzu haben. Beim alten Mittwinteropfer( s. Weihnachtsgebäcke 4) baten diegermanischen Nordländer Odin um guten Jahresertrag und um Gedeihender Saat.( Mogk, 109):» Ea skyldi blóta í móti vetri til árs( Jahresglück),en at midjum vetri blóta til gródrar( Fruchtbarkeit), hit Eridjaat sumri Eat var sigrblót«( Siegesopfer)( 1. eod.). Dieses Mittwinterfest,das sozusagen alle winterlichen Bedürfnisse und Genüsse, Bräuche undAnschauungen noch einmal zusammenfaßte, hatte viel Ähnlichkeit mit demweihnächtlichen Julfeste( s. Weihnachtsgebäcke). Im Altfriesischen waraber auch Weihnachten oder Jul die Mittwinterszeit, wie im Altgerma-nischen überhaupt; auch im Münsterlande ist noch das Weihnachtsbrotein>> Mittwinterbrot«( Bahlmann, 352); im Saterland heißt dieser Tagauch» Dickbauchsabend« wegen der Schmausereien, die an demselbenwie beim Julfest üblich waren; dort werden auch sogenannte Puffertaus leckerem( puff blasen) aufgeblähten Teige( Puffbrot) gebacken( 1623, pof oft poffenbrood= panis albus spongiosus, Schiller- Lübben, III,384; ndl. poffertje, mnd. puffe) und dazu ein halber Schweinskopf mitKartoffeln und Senf als Festbraten aufgesetzt.( Z. d. V. f. V. K. 1893, 269.)In Lerwich( Schottland) wurde am 24. Tage nach dem( alten) Neujahre( Epiphania) die Julzeit ebenfalls mit Schmausereien und Maskeraden be-schlossen, womit wohl auch das» Peitschen« auf Pauli- Pitcher- Day zu-sammenhängen dürfte.( Hazlitt, II, 607, 485.) Jahn, 295, führt einen nieder-ländischen Brauch des St. Pauli Bekehr- Tages an:» Superstitiones etludicrae observationes nostratium pontificiorum in hac urbe circa festumconversionis Pauli plane non cessant. Paulum quendam stramineum inangulo aliquo prope focum(!), ubi placentas coquunt, collocatum pla-centis buttyratis( Butterfladen) quasi colaphisant, siquidemdies sit serenus aut sine pluvie; sinsecus stramineum suum idoliuminde tollunt usque ad aquas baiulant et in eas proiiciunt.«( Wolf, Beitr.,II, 109; Grimm, DM. ,, I, 51; Rochholz, II, 96.) Hier erhält also der wieein Hausgeist am Hausherde( s. u. Lichtmeẞ) aufgestellte Vegetations-dämon aus Stroh sein Speiseopfer als Butterfladen am St. Pauli Bekehr- Tage,

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