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Die Legende um Dante
Entstehung
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forschungen ergaben, daß sich Dante in der Lunigianabei einem Edelmann aus der Familie der Malaspini, demMarchese Moruello, aufhielt, der ein kluger Mann undDante sonderlich befreundet war; und er beschloß, dieHandschrift nicht an Dante, sondern an den Marchesezu schicken, damit sie der ihm zeige, und so tat er mitder Bitte, auf Dante nach Möglichkeit einzuwirken, daßer das Unternommene fortsetze und, wenn er könne,vollende.

Die sieben Gesänge kamen also dem Marchese zu;sie gefielen auch ihm wundersam, und er zeigte sieDante. Und da ihm Dante zugestand, daß sie sein Werkseien, bat er ihn, es fortzuführen, und Dante soll ihm ge-antwortet haben: ,, Ich bin wahrhaftig der Meinung ge-wesen, diese Verse seien mit vielen andern Sachen undSchriften seit der Plünderung meines Hauses verloren,und darum hatte ich Sinn und Gedanken vollständigdavon abgekehrt; da es aber Gott gewollt hat, daß sienicht verloren und mir zurückgeschickt worden sind,so werde ich nach Kräften trachten, sie nach meinemanfänglichen Plane fortzuführen." Und da er wiederin den alten Gedanken eintrat und das unterbrocheneWerk wieder aufnahm, begann er den achten Gesangmit den Worten: ,, Fortfahrend sage ich."

Nun hat mir

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heißt es bei Boccaccio weitergenau dieselbe Geschichte, schier ohne die geringsteÄnderung noch ein gewisser Dino Perini erzählt, einLandsmann von uns und verständiger Mann, der, wie ersagte, der vertrauteste Freund Dantes gewesen ist; nursagte er, nicht Andrea di Leone, sondern er selber sei dergewesen, den die Frau zu den Truhen um die Schriftengeschickt und der die sieben Gesänge gefunden und siezu Dino Messer Lambertuccio gebracht hat. Ich weißnicht, wem ich eher Glauben schenken soll; aber ob nunder eine oder der andere die Wahrheit spricht, so stößtmir bei ihren Worten ein Zweifel auf, den ich auf keinebefriedigende Weise lösen kann...

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