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Die Legende um Dante
Entstehung
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hat Boccaccio ausführlicher in den Vorlesungen be-handelt, die er im Auftrage der Stadt Florenz 1373 in derHeiligen Geist- Kirche zur Erläuterung von Dantes Ge-dicht gehalten hat, und so folgen wir hier anstatt derBiographie dem Kommentar 30, der ausführt:

Der achte Gesang des Inferno beginnt: ,, Fortfah-rend sage ich", und diese Worte können einigermaßenwundernehmen; denn es ist kein Zweifel möglich, daßDante auch ohne sie hätte fortfahren können, und über-dies hat er bis dorthin diese Art der Fortsetzung nie an-gewandt. Damit nun diese Verwunderung schwinde,muß man Folgendes wissen:

Eine Schwester Dantes war mit einem Landsmannvon uns verheiratet, Leone Poggi mit Namen, und siehatten mehrere Kinder. Das älteste war ein Sohn,Andrea genannt, der Dante in den Gesichtszügen er-staunlich ähnlich sah, ihm auch im Wuchse glich undebenso, wie es von ihm heißt, ein wenig gebückt ging; erwar ungebildet, hatte aber einen guten Hausverstandund war in Reden und Benehmen ordentlich und lobens-wert 31. Von diesem Andrea, dessen Vertrauter ich ge-worden war, erhielt ich zu mehrern Malen Mitteilungenüber die Lebensweise Dantes, und unter dem, was mirdavon besonders im Gedächtnis zu behalten beliebte, istdas, was er zu dem Gegenstande sagte, von dem wir jetztsprechen.

Dante war bei der Partei von Messer Vieri dei Cerchi,und zwar eines der obersten Häupter, und als MesserVieri mit vielen seiner Gefolgsleute Florenz verließ, gingauch er und begab sich nach Verona; nach diesem Ab-gang wurden auf Betreiben der Gegner Messer Vieri undwer sonst gegangen war und besonders die Führer derPartei zu Strafen an Gut und Leben verurteilt, und unterdiesen war auch Dante 32; darob stand das Volk auf undlief zu ihren Häusern und plünderte sie bis auf die Mauernaus. In Befürchtung dieser Dinge und auf Anraten vonFrauen und Verwandten hatte Dantes Gattin, Madonna

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