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Die Legende um Dante
Entstehung
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wenig näher eingegangen werden, wie auf die Geschichtedes Dante gemachten Vorwurfs der Häresie; auch hiermuß einiges wenige genügen.

Im Jahre 1327 hat nicht viel gefehlt, so wären, wieBoccaccio erzählt 18, Dantes Gebeine zur Strafe für dieKetzerei dessen, dem sie im Leben angehört hatten,ausgegraben und verbrannt worden; wirklich verbranntwurde nur die Monarchia. Der, der sie den Flammenübergab, war jener Kardinallegat Bertrand Poyet, denwir als Untersuchungsrichter in dem Prozesse gegen dieVisconti kennen gelernt haben, die sich Dantes alsSchwarzkünstlers bedienen wollten. Heute noch stehtChiminelli, 13, sie auf dem Index der römischen Kirche.

2.2.

Merkwürdigerweise gehen nun die Beschuldigungender Ketzerei, soweit unser Gebiet, die Legende, in Be-tracht kommt, gerade von Männern jenes Ordens aus,für den noch heute der Anspruch erhoben wird, Dante,der in einer seiner Kirchen begraben ist, auch im Lebenzu den Seinigen gezählt zu haben 19; nicht alle Franzis-kaner waren eben von Hause aus so vorurteilslos wie,freilich nur in dieser Beziehung, Fra Accursio, der, an-statt die Commedia zu verdammen, unter ihre Kommen-tatoren gegangen ist. Argen Anstoß mögen freilich beiden Franziskanern die Verse Paradiso, XII, 115 bis 120erregt haben:

Und jene Schar( die des hl. Franziskus), die mitden Füßen grade

Auf seiner Spur einst ging, ist so gewendet,Daß sie das Vorderste nach hinten kehret;Doch bei der Ernte wird des schlechten AnbausMan inne sein alsbald, wenn sich das UnkrautBeklaget, daß der Kasten ihm versagt sei.

Auf diese Verse scheint sich der Eingang der folgendenErzählung zu beziehen, die sich in einem Codex derRiccardiana findet:

... Nachdem Dante die Göttliche Komödie vollen-

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