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Eselein, als der Lieblingsfigur des Märchens, wird immermit einer gewissen Zierlichkeit gesprochen; so erscheintes stets in der Deminutivform, einige Mal im Gegensatzzur Vorlage: ,, ich bin kein gemeines Stalleselein", wo mansogar das Lateinische begreiflicher findet: non sum vul-garis asinus, nec sum stabularis( 181).- ,, Also warddas Eselein aufgezogen, nahm zu und die Ohren wuchsenihm auch fein" hoch und grad hinauf( aures attollit inaltum 41). Das edle Tierlein" weiss sich..gar feinund säuberlich" zu benehmen( inter coenandum bene servit.asellus eidem 215), und der König will wissen, ob es sichals Ehemann auch ,, fein artig und manierlich" betrage( ut videat quid agant hic asellus et haec domicella 307).Ganz dem Märchenstil entsprechend ist die freimütige Art,wie der Diener vor seinem König auftritt und ihn an-redet: Wacht selber die folgende Nacht, ihr werdet'smit eigenen Augen sehen, und wisst ihr was, Herr Könignehmt ihm die Haut weg."
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II, 60. Die Rübe.
Für das Märchen wurde das lateinische Gedicht,, Raparius" benutzt, das dem eben behandelten in Bezuganf äussere Form ganz ähnlich ist, so dass man für beidedenselben Verfasser annehmen darf. Das von den Brüdern.benutzte Originalmanuscript, eine Strassburger Handschriftdes 15. Jahrhunderts( MSS. Johann. C. 102) hat das gleicheSchicksal wie der„ Asinarius" gehabt, aber auch hierbietet eine Salmansweiler Handschrift genügenden Ersatz.Eine andere, Wiener Handschrift weicht nur in Neben-dingen ab und geht vielleicht in das 13.- 14. Jahrhundertzurück). Der Inhalt ist kurz folgender: Von zwei Brüdernist der eine reich, der andere arm. Der Arme wird Bauer,und auf seinem Acker wächst eine grosse Rübe, die erdem Könige zum Geschenk macht, da er nichts mit ihranzufangen weiss. Dafür wird er reich mit Schätzen be-
1) Fr. Mone, Anzeiger 1839 S. 562 ff.