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sass und den Löffel kaum halten konnte, schüttete er Suppeauf das Tischtuch".( Wenn er dann so am Tisch sass undzitterte, so verschüttete er immer vieles.) Das altertümlicheWort: Schnur"( Schwiegertochter) ist bei Grimm moderni-siert: Sein Sohn und dessen Frau".
3. Die alte Bettelfrau').
Es ist ein Fragment: Eine alte Frau tritt ins Haus,um sich zu wärmen; aus Versehen kommt sie dem Feuerzu nahe, und ihre Kleider fangen an zu brennen, ohnedass sie's gewahr wird. Ein Knabe steht dabei, bemühtsich aber nicht zu retten:„ Wenn er kein Wasser gehabthätte, dann hätte er alles Wasser in seinem Leibe zu denAugen herausweinen sollen, das hätte so zwei hübscheBächlein gegeben zu löschen." Damit bricht die Erzählungab. Stilling fügt das Märchen an einer wichtigen Stelleseiner Lebensgeschichte ein. Zwei junge Mädchen sind inihn verliebt. In einem seltsam verzückten Zustandschwärmerischer Leidenschaft gesteht die eine ihm durchbedeutungsvolle Verse aus einem Volksliede und durchdas Märchen ihre Neigung. Sie selbst ist die Bettelfrau,der freundliche Schelm von Jungen" ist Stilling. Ihr Herzhat von ihm Feuer gefangen und nun wolle er's nichtlöschen, da er sich von ihr zurückziehe. Der Schluss fehlt.Hierzu macht Grimm die Anmerkung:„ Vermutlich rächtsich das Bettelweib Glossar ::: zum Glossareintrag Bettelweib durch eine Verwünschung, wie manmehr Sagen von eintretenden pilgernden Bettlerinnen hat,die man nicht ungestraft beleidigt". Vielleicht kannteStilling das Märchen selbst nicht vollständig, wahr-scheinlich aber unterdrückte er den Schluss absichtlich.Dadurch, dass Stilling und seine Geliebte die Personendes Märchens darstellten, war es unmöglich, dass dasMädchen in der Rolle der Bettlerin einen Fluch über ihnaussprechen konnte. Sie ist mehr traurig als erzürnt überden kalten Liebhaber. Und durch die ZwischenfrageStillings:„ Aber wenn er nun kein Wasser hatte, nicht
1) a. a. O. S. 118.
Coggin
Corind 147