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sehen konnte, dass sie der armen Blindschleiche ihr ge-liehenes Aug nicht wieder zurückgeben wollte"( le rossignolrefusa de rendre l'œil, qu'il lui avait prêté). ,, Seit derZeit haben alle Nachtigallen zwei Augen und alle Blind-schleichen keine Augen"( et voilà pourquoi l'anvot ne voitpas clair). Die Stelle: ,, Il pria l'anvot de lui prêter son.ceil" lautet bei Grimm erweitert und der Umgangsspracheangeähnelt: ich bin da auf eine Hochzeit gebeten undmöchte nicht gern so mit einem Aug hingehen, sei dochso gut und leih mir deins dazu, ich bring dir's morgen.wieder."
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Die Lautmalerei freilich in dem Vers der singendenNachtigall:
,, Je ferai mon nid si haut! si haut! si haut! si bas!Que tu ne le trouveras pas,"
die an das: ,, ziküth" in dem Märchen von Jorinde undJoringel( I, 69) anklingt, konnte im Deutschen nicht soglücklich nachgeahmt werden:
,, Ich bau mein Nest auf jene Linden,
So hoch, so hoch, so hoch, so hoch;
da magst du's nimmermehr finden."
Dafür aber ist der Hinweis auf die Linde als denBaum der Volkspoesie als glücklicher Zusatz zu bezeichnen;der Reim auf ,, finden" macht allerdings die Beifügung sehrleicht erklärlich.
Einige dialektische Fassungen des Märchens') sind,wie R. Köhler zuerst ausgesprochen hat. 2) nicht boden-ständig, sondern gehen unmittelbar auf die GrimmscheÜbersetzung aus dem Französischen zurück. In Frank-reich lebt die Erzählung noch jetzt vielfach im Volks-munde fort. 3)
1) vgl. Firmenich, Germaniens Völkerstimmen I, 283. H. F.W. Raabe, Allgem. plattdeutsches Volksbuch 1854, pag. 234.2) a. a. O. S. 53.
3) ibid. S. 55 f.