Dermatologische Beobachtungen aus West- Grönland.
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dem sicherlich an Stelle dieser Vorwölbung die Haut und dieHaare eben noch mehr gespannt werden, als an anderen Stellen.Möglicherweise wird die Entstehung der Alopecie bei dengrönländischen Frauen auch noch durch spezielle, im Skelett-system begründete Ursachen bedingt. Schein( 7) führt in seinengeistreichen Untersuchungen über die Entstehung der Glatzedie größere Häufigkeit der Kahlheit beim Manne neben anderenUrsachen auf das erhöhte Wachstum des männlichen Schädelszurück, der im ganzen länger und breiter, einer kräftigerenMuskulatur als Insertionsfläche dienen muß. In Grönland zeigennun die Frauen die Alopecie, während bei Männern Glatzenso gut wie gar nicht vorkommen, dieselben vielmehr durch ihrdichtes, resistentes, dem Roßhaar zu vergleichendes Kopfhaar aut-fallen. Dieses unseren Verhältnissen geradezu entgegengesetzteVerhalten der Kopfhaut legte uns, eben mit Rücksicht auf dieUntersuchungen Scheins, die Vermutung nahe, daß auch dieGrößenverhältnisse des Schädels der Grönländer andere seinmüßten. Diese Vermutung wird durch die Messungen SörenHansens( 5) bestätigt, der angibt, daß
die Länge des männlichen Schädels 11-86% der Körperlänge12.24%
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weiblichen
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die Breite des männlichen Schädels 9-17% der Körperlänge
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weiblichen
9-86%
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beträgt. Wir sehen also ein von der kaukasischen Rasse ver-schiedenes Verhalten, es ist der weibliche Schädel, der die imVerhältnis zur Körperlänge bei weitem größere Breite aufweist,während bei den Weißen gerade das umgekehrte der Fall ist[ Benedict( 1), Buschan( 2)].
Im ganzen sind übrigens die Schädelmaße für die Grön-länder bei beiden Geschlechtern größer, als bei den Kaukasiern.
Trotzdem werden wir diesem Verhalten nur akzidentelleBedeutung beimessen; dem Wesen nach gehört die in Redestehende Erkrankung in die Gruppe der traumatischen Alopecien.Daß Alopecien durch lange einwirkende mechanische Traumenentstehen können, ist eine bereits lange bekannte Tatsache undwir haben bisher den fast regelmäßig auftretenden Haarausfallam Hinterkopf bei lange bettlägerigen Wickelkindern, das Schütter-werden der Haare bei Frauen an jenen Stellen, wo Kämme,
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