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Par. IV. Cap. IV, 18.
51Flucht vor seinem Feinde in sein Haus aufnahm, erstand auch ausseinem Hause die, welche den Feind auf seiner Flucht vor dem Er-löser aufnahm und erschlug. Wer war der Feind? Das war Sisseras. Jud. 4, 17: ,, Sissera floh zu Fuss in das Zelt Jaels ,,, des Weibes Glossar ::: zum Glossareintrag WeibesChebers, des Keniters". Und es heisst das. 1, 16: ,, Und die Söhnedes Keniters, des Schwiegervaters Moses". Darum heisst es: ,, undes ist dir ein Bruder in der Noth geboren". Weil Jethro den Moseliebte und ihm ein Freund war, so wurden auch seine NachkommenBrüder für die Israeliten zur Zeit ihrer Noth, dass nämlich Jaelden Sissera erlegte. Und als Gott zur Mose sprach: ,, Und nun gehehin, ich will dich zu Pharao senden", da wandte dieser ihm ein:Herr der Welt! ich kann nicht, weil Jethro mich aufgenommen undmir sein Haus geöffnet hat und ich bei ihm wie ein Sohn bin. Undwer seine Thür seinem Nächsten öffnet, der schuldet ihm auch seinLeben. So findest du auch bei Elia, als er zu der Wittwe vonZarpath ging, deren Sohn gestorben war. Da fing er an zu betenund sprach s. 1. Reg. 17, 20: ,, Willst du denn auch der Wittwe,bei der ich mich aufhalte, dieses Unglück zuschicken, ihren Sohnzu tödten?" Und was folgt darauf? V. 22:„ Und der Ewige hörteauf die Stimme des Elia und das Leben des Kindes kehrte zurück".Und nicht nur das, sondern jeder, welcher seinem Nächsten seineThür öffnet, ist sogar verpflichtet, ihm noch mehr Ehre zu erweisen,als seinem Vater und seiner Mutter. Du findest, als Elia dem Elisaentrissen wurde und dieser würdig war, zwiefältig seinen Geist zuerlangen vergl. 1 Reg. 22, 11: ,, Lass zwiefältig deinen Geist auf michkommen", da sollte er zu seinem Vater und zu seiner Mutter gehen,um sie zu beleben, wie er den Sohn seiner Wirthin belebt hatte.Und so hätte auch Elia seine Eltern beleben müssen, wie er denSohn der Wittwe von Zarpath belebt hatte, allein er gab für seineWirthin sein Leben hin. Darum sprach auch Mose vor Gott: Jethrohat mich aufgenommen und mir Ehre erwiesen, so kann ich nichtanders als mit seiner Erlaubniss fortgehen, darum heisst es:„ UndMose ging und kehrte zu Jethro, seinem Schwiegervater, zurück".
Oder: ,, Und Mose ging". In Verbindung mit Hi. 23, 13:,, Nicht auf eins giebt er ihm Antwort". Diesen Satz hat R. Pin-chas so ausgelegt: Weil Gott der Einzige in der Welt ist undder Einzige Richter aller Weltbewohner ist, so kann ihm keinerauf seine Worte antworten( wie in Midrasch Schir haschirim rabbageschrieben steht). Unsere Rabbinen haben diese Erklärung gege-ben: Derjenige, welcher über die Menschen beschliesst, kann sichnicht widersprechen. Bileam wollte die Israeliten verfluchen undwider seinen Willen hat er sie gesegnet, wie es heisst Num. 23, 8:,, Wie soll ich verwünschen, den Gott nicht verwünscht". Jona wolltenicht dem Auftrage Gottes folgen, wie es heisst Jona I, 3: ,, Erging hinab nach Joppe und fand ein Schiff und segelte nach Tar-schisch" und er musste doch wider seinen Willen gehen, wie esheisst das: 3, 3:„ Jona erhob sich und ging nach Ninive". Wie
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