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Bericht über eine Studienreise nach Bosnien und der Herzegowina
(September - Oktober 1910)
Entstehung
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II. Wirtschaftliche Zustände.

Um leichter in den Stoffeinzudringen, bitte ichzunächst die Eindrücke wiedergeben zu dürfen, die ich,nach den Aufzeichnungen meines Tagebuches, gleich beimeinem Eintritte in das Land erfuhr.

Wer vom Meere her über Metković nach der Her-zegowina kommt, hat sofort starke Erlebnisse. Auf demschmalen Streifen dalmatinischen Landes, den man von Met-ković bis Gabela zu durchmessen hat, erfährt man nichtsAngenehmes. Metković ist schmutzig und macht einen ver-wahrlosten Eindruck. Hafenanlagen und Bahnhof sind inübelstem Zustande( dieser Stollwerck- Automatengesellschaft,Wien VI. Mariahilferstraße 1 B, sollte man die Anbrin-gung ihrer in jeder Beziehung schlimmsten Schund dar-stellenden Automaten rundweg abschlagen, gar in einemLande, wo der Westen als Erzie-her auftreten will!). Auf Metković folgt der Fieber-sumpf des Narenta- Deltas.

Erziehung durch den Westen zeigte sich übrigens.darin, daß der Zug, mit dem ich meine Fahrt nach Bosnienantrat, der erste war, an dem sich die Wirkung der Mit-ternacht vorher begonnenen Passiven Resistenz der bos-nisch- herzegowinischen Bahnangestellten zeigen sollteund tatsächlich zeigte.

Das Land bleibt sumpfig und fieberig( auf fettemBoden weiden Schafe!), bis man bei Gabela die Herzego-wina betritt, wo sich der Boden beträchtlich über dieGrundwasserhöhe hebt und das nackte südliche Kalkgebirge