Ausstellungen
Nach den in den 1980er Jahren erfolgten Hausrenovierungs- und Infra-strukturmaßnahmen, die Anfang der 90er Jahre auch eine zeitweiligeSchließung des ÖMV notwendig gemacht hatten, widmete man sich, nachder viel beachteten Eröffnung der neuen ständigen Schausammlung desMuseums im Dezember 1994, im Jahrzehnt 1995 bis 2005 wieder ver-stärkt der Ausstellungstätigkeit. Die damit angestrebte Neupositionierungdes Wiener Volkskundemuseums in der inzwischen stark in Bewegunggeratenen städtischen, nationalen und internationalen Museumsszeneist in der Liga der inhaltlich vergleichbaren und finanziell wie personellähnlich ausgestatteten Museen auch gelungen. Im EMK wurde im glei-chen Zeitraum die kontinuierliche Ausstellungstätigkeit mit ost- undsüdosteuropäischen Themen konsequent weitergeführt und der Galerie-betrieb ausgebaut. So lassen sich für das vergangene Jahrzehnt imÖMV 49 und im EMK 23 Ausstellungen bilanzieren. Dazu kommen 28Kunstpräsentationen in der EMK- Galerie. 17 Ausstellungen konnte dasÖMV/ EMK in Museen des In- und Auslandes platzieren, 23 Ausstellungenwurden aus auswärtigen Museen übernommen und in Kooperationerarbeitet.
Ausstellungen 1995-2005:
49
im ÖMV 23 im EMK 28 Kunstpräsentationen in der EMK- Galerie
17 Ausstellungen des ÖMV und EMK in Museen des In- und Auslandes23 Übernahmen von Ausstellungen aus dem Ausland
10
ausstellen>
Die Ausstellungen des ÖMV/ EMKwerden auch in Zukunft auf einemheterogenen Programm- Mix basieren,der sich zwischen Tradition undModerne bewegt und ein breitgestreutes inhaltliches Spektrumumfasst. Es wird sowohl die Vielfaltals auch Spezifik des Faches reflektie-ren und einem zeitgenössischenethnographisch- kulturanthropologischenForschungsansatz verpflichtet sein.Viele Ausstellungen werden inter-
Die zukünftige Ausstellungspolitik des ÖMV/ EMK wird durch folgendeProgrammschienen charakterisiert sein:
Symbolhaushalt und Identitäten- Dinge als Zeichen:kulturwissenschaftliche Ausstellungen mit gesellschaftspolitischen
Bezügen
Der ethnographische Blick- hin und zurück:
Ausstellungen zur Sammlungs- und Fachgeschichte, Neubewertungund-kontextualisierung der historischen Sammlungen
disziplinär angelegt sein und in inter-nationalen Kooperationen entstehen.Speziell Bedacht genommen wird, wieschon bisher, auf die Feinabstimmungzwischen inhaltlichen Konzepten undkünstlerischer Umsetzung. UnterBerücksichtigung museal- wissen-schaftlicher Trends, jedoch ohne die-sen blindlings zu folgen und den einoder anderen gegebenenfalls selbstsetzend, wird eine wohldosierteAuswahl an wissenschaftlich
anspruchsvollen und populärenAusstellungen angepeilt, um in derzusehends durchökonomisierten undsich im Wettbewerb aufzehrendenMuseumslandschaft reüssieren zukönnen. Das ÖMV/ EMK wird sichjedoch weiterhin fallweise auf uner-schlossenes Terrain vorwagen undAusstellungen als materielleVersuchsanordnungen verstehen,anstatt nur auf das hinlänglichBekannte und Gefällige zu spekulieren.
Dinge und Varianten- Dinge und Dinggebrauch:
serielle Präsentationen aus den hauseigenen Sammlungen, aus befreundeten Museenoder Privatsammlungen( Sammlerinteressen)
Die Kunst und das Volk- und umgekehrt:
zeitgenössische Kunst und Künstler im Dialog mit kulturhistorischen ObjektenThemen und Phänomene im Kulturvergleich:
Interkulturelles in interdisziplinärer Kooperation