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Baskische Sprach- und Musikaufnahmen : ausgeführt im Sommer 1913
Entstehung
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NOT Im allgemeinen ist nach Julio de Urquijo dasBaskische in Frankreich weniger im Verschwinden be-griffen als in Spanien; denn in Frankreich hat es nurgegen Dialekte anzukämpfen, hauptsächlich gegen dasBéarnische, während es in Spanien gegen dieStaatssprache, das Spanische, zu Felde ziehen muß.Im Baskischen existiert keine Schriftsprache, wohl scheintsich aber in Frankreich das Labourdische und inSpanien das Guipúzcoanische zu einer derartigenStellung durchringen zu wollen. Es gibt im Baskenlandenahezu keine Monoglotten; die meisten Basken sprechen inFrankreich neben ihrer Muttersprache auch franzö-sisch, in Spanien auch spanisch.

In Frankreich wurden die baskischen Texte insFranzösische, in Spanien ins Spanische über-

setzt.

Bei der Behandlung der phonographischen Platten willich im großen und ganzen die Reihenfolge einhalten, in derich die einzelnen Orte besucht habe.

In Sare in Frankreich, DépartementBasses- Pyrénées, in der ehemaligen Provinz La-bourd, besorgte mir Don Julio de Urquijo die Leutefür den Phonographen.

Pl. 2177 und 2178, von der 79jährigen Hebamme J a-neta Hiribarren. Es wird hier der Beginn einer reli-giösen, traditionellen Erzählung über den König Salomon,die noch nicht im Druck erschienen ist, zum besten gegeben.Der Phonographierten wurde die Geschichte von ihrem Groß-vater mitgeteilt. Nach ihren Angaben dürfte das Alter diesesTextes ungefähr 100 Jahre betragen: König Salomon be-sucht einen befreundeten König und wird nach seiner Fa-milie gefragt. Er schämt sich, daß er bloß drei Töchter hat,und nimmt zur Lüge seine Zuflucht, indem er sie für dreiSöhne ausgibt. Der Gastfreund fordert nun den Beherrscherder Juden auf, ihm einen Sohn zu schicken. Salomonkehrt ganz traurig nach Hause zurück. Er beschließt, eineseiner Töchter, als Mann verkleidet, seinem Kollegen aufdem Thron zu schicken. Er erprobt den Mut seiner Kinder,indem er jedem einzelnen, als Räuber verkleidet, auflauert.