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Die Bauernmöbel von Harta : Erläuterungen zur Möbelstube der Ungarn-Deutschen in der Sammlung des Ethnographischen Museums Schloss Kittsee
Entstehung
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üblichen anschlossen. 26) Der Möbelstil von Harta kann von derzweiten Stilphase der Komorner Tischler abgeleitet werden. Die-se Phase beginnt um 1740; sie ist anhand der damals haupt-sächlich in den refomierten Kirchen noch lange sehr beliebten,mit Blumen bemalten Decken und Einrichtungsgegenstände be-legbar. Mehrere Komorner Tischler fertigten nämlich auch derar-tige an. Eines der schönsten Denkmäler stellt die 1746 bemalteDecke und der Chor der reformierten Kirche in Mezőcsát, einWerk der Komorner Tischlermeister István Czina und JánosKontz und ihrer Gesellen, dar( Abb. 16). Das Charakteristischedieser Stilphase wird hier besonders deutlich: graphisch starkaufbereitete Muster, deren Belebung der Oberfläche von Blät-tern und Blumen bzw. von den Zwischenräumen der sich win-denden Ranken durch schwarze, weiße und gelbe Strichelcheneine große Rolle spielte. Bei den Arbeiten der Komorner Tischlertreten jedoch neben den bereits erwähnten Blumen als Verzie-rungselemente im Laufe der Zeit verstärkt auch andere floraleAusschmückungen auf: am häufigsten das Motiv einer Tulpe,gefolgt von Granatapfel, Nelke und einer in Aufsicht gemaltenvier- bis achtblättrigen Blume. Dieser zweite Komorner Stil kannan den datierten volkstümlichen Möbeln seit 1780 beobachtetwerden; charakteristisch für diesen ist die allgemeine Verbrei-tung der dunkelblauen Grundierung. Diese fast hundert Jahre al-te Art der Ausschmückung blieb bei den Meistern von Komornnoch im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts als Relikt erhalten,veränderte sich allerdings damals schon in die Richtung einerdie Blumen in großen, kraftvollen Flecken auftragenden Malwei-se, was als Charakteristikum des dritten Komorner Stils anzuse-hen ist. Die andere Besonderheit der dritten Stilperiode ist diegeschnitzte Verzierung. Die geschnitzte Einrahmung der einzel-nen Felder hat eine teilweise rokokoartige, teilweise klassizisti-sche Linienführung, in einer kerbschnittähnlichen, nach star-kem Licht- Dunkel Gegensatz strebenden Weise, während dieMitte der Felder ein geschnitztes Motiv einnimmt. Kleinadeligewaren die Auftraggeber dieser geschnitzten Verzierungen; auf-grund datierter Exemplare läßt sich eine Entwicklung diesesStils ab 1779 verfolgen. So wurden zu Beginn des 19. Jahrhun-derts die bisher einfärbig bemalten Schnitzereien in einigen ih-rer Elemente bereits bunt ausgeführt, dann aber, nachdem auchfür Bauernmädchen so ausgeführte Truhen hergestellt wurdenvon den zwanziger Jahren des 19. Jahrhunderts an nachweis-

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