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Die Bauernmöbel von Harta : Erläuterungen zur Möbelstube der Ungarn-Deutschen in der Sammlung des Ethnographischen Museums Schloss Kittsee
Entstehung
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stellung von den Wohnungseinrichtungen in Harta im 18. Jahr-hundert zu haben. Als wahrscheinlich kann angenommen wer-den, daß die Bewohner von Harta in der Frühphase ihre Möbelaus Hartholz anfertigten. Dieser Schluß läßt sich jedoch nichtso sehr aufgrund des für die Lehnen verwendeten Rohstoffesziehen- ist doch für die Herstellung durchbrochener Stuhlleh-nen Hartholz geeigneter; später war solches auch für die Anferti-gung der bei den wohlhabenden Hartaer Familien so beliebten,mit sogenannten Pferdeköpfen gezierten, durchbrochenen Bett-aufsätzen notwendig-, sondern viel eher in Kenntnis der nochaus hartem Holz angefertigten Tische. Diese Annahme folgertsich aus dem Wissen, daß die Bevölkerung von Harta aus deut-schen Gegenden gekommen ist, in denen das vollständige Mo-biliar in der für uns wichtigen Periode noch allgemein ohneBemalung, nur mit geschnitzter Ornamentik versehen- ausHartholz gefertigt worden war, 23) worauf Edit Fél bereits hinge-wiesen hat. Gleichzeitig stellte sie fest, daß, angesichts der Tat-sache, daß sich anfangs die Hartaer Möbelmuster weder in Far-be noch in Form von jenen in den angrenzenden ungarischenGemeinden gebräuchlichen Motiven unterschieden, die Hartaerdie Verzierung der Möbel mit Malerei bzw. Blumenmotivendies ist auch für das nunmehr im Ethnographischen MuseumSchloß Kittsee ausgestellte Ensemble charakteristischgarn übernommen haben könnten.24)

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Obwohl auch in der Gegend von Harta hartes Holz erschwing-lich war- Stieleiche, Obstbäume-, dürfte doch die auf derDonau verschiffte offenbar preiswert angebotene und für dieWeiterverarbeitung günstige, fertige Schnittware aus Fichten-holz langsam die Nachfrage an Hartholz zurückgedrängt haben.Das Handelszentrum für derartiges Schnittholz, also auch fürdie in der Möbelerzeugung notwendigen Bretter, war Komorn, ander Waag- Donaumündung gelegen, einem Gebiet nicht unweitvon Harta. 25) Die Tischler von Komorn waren im 18. Jahrhundert,aber auch noch weitgehend zu Beginn des 20. Jahrhunderts aufdie Anfertigung von Brautausstattungen spezialisiert. Sie warendie Hauptlieferanten der aus Fichtenholz angefertigten, gefälli-gen farbigen Brauttruhen und fallweise auch der Betten, derenVerbreitung für Ungarn und für die Ungarn südlich gelegenenGebiete längs der Donau belegt ist. Es liegt daher auf der Hand,daß sich die von den Hartaer Tischlern gefertigten Fichtenmö-bel in ihrem Pflanzenstil am unmittelbarsten an den in Komorn

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