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Die Bauernmöbel von Harta : Erläuterungen zur Möbelstube der Ungarn-Deutschen in der Sammlung des Ethnographischen Museums Schloss Kittsee
Entstehung
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häuften auf die Betten in der guten Stube nur so viele Polsterauf, wie es der tägliche Gebrauch erforderte, das heißt jeweilsnur zwei nebeneinander gelegte je Familienmitglied, obwohlauch bei ihnen zumindest seit dem vorigen Jahrhundert wiebei den Ungarn üblich das Bettzeug hoch aufgetürmt wurde.Aber die gewünschte Höhe, die in jedem Haus im großen undganzen die gleiche war, erreichten sie nicht durch die in den un-garischen Häusern übliche Häufung von Zierpolstern, 16) sondernauf die Art, daß sie den Boden des Bettes gründlich mit Strohausstopften- zu diesem Zweck erhöhten sie die Seiten der Bet-ten mit ergänzenden Brettern und dicke Strohsäcke verwen-deten. In Ungarn war es allgemein üblich, die Bettwäsche für dieParadebetten Polster und Federbettbezüge sowie Bett-decken aus dem einfachen gemusterten, ein Leben lang bei-behaltenem Blaudruckmaterial zu fertigen( Abb. 7). Es ist sehrbezeichnend, daß, als nach dem Ende des Ersten Weltkriegesauch in Harta die Mode der aus rosa und blau gestreiftemKanevas- Stoff genähten Bettbezüge aufkam, diese Modeer-scheinung nur von jenen ärmeren Mädchen aus Harta, die in un-garischen Dörfern gedient hatten, übernommen wurde und zwarin der Form, daß die Mädchen die Bettbezüge mit blauen Blu-men bestickten. Die Landwirte wollten das Geld für das Stick-garn nicht ausgeben.

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Zieht man dies alles in Betracht, so mußten die Stuben von Har-ta dem fremden Besucher etwas gleichförmig erscheinen: In derder Heizeinrichtung früher meist ein grüner Kachelofen, inunserem Jahrhundert eher ein geweißter Backofen( Abb. 13)schräg gegenüberliegenden Ecke standen überall ein Tisch undeine Eckbank( Abb. 11, 14), in den beiden anderen Zimmereckenje ein Bett, vor ihnen Stühle( Abb. 10, 12, 15); der Tür gegenüberbefand sich einer der seit dem Ende des 19. Jahrhunderts in Mo-de gekommenen Halbschränke, darüber war ein Spiegel ange-bracht( Abb. 12) und zwischen Bett und Ofen stand ein Kleider-schrank( Abb. 13). Dies alles wurde im vorigen Jahrhundert nochdurch Möbel wie beispielsweise das mit Ziergefäßen ge-schmückte Geschirrbord in der Tischecke, das Wandkästchenund den Handtuchhalter ergänzt; letztere blieben jedoch in un-serem Jahrhundert der Reihe nach aus. Als Schmuck in den Stu-ben von Harta erhielten sich in der Regel lediglich eine Reihevon Ziertellern und verschiedene Bilder( Abb. 6, 812, 14).Man darf aber nicht vergessen, daß die ärmsten der Hartaer Ein-

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