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Hundertfünfund-
achtzigste Geschichte
geschah in Rabbi Jehude Chossid Zeiten.Da war ein Kind geboren in seiner Stadtzu Regensburg. Un wie man das Kindin die Schul wollt tragen um zu jüdischen( beschneiden) so stund kol hakahal( die ganze Gemeinde) auf, wie es der Seder( Sitte) is, wenn man boruchhabo( gesegnet sei der kommt) schreit. Denn, spricht man, Elijohuhanowi( der Prophet Elia seligen Andenkens), der kommt allemal mit demKind. Von dessenthalben setzt man auch zwei Stühle neben einander. Dastund der Chossid nit auf gegen das Kind, un jedermann schrie boruchhabo un er schwieg still, denn er sah nit Elijohu hanowi mitkommen, wienun der Seder pflegt zu sein. Da verwundert sich ein jedermann darum.Da fragten ihn die Leut westhalben er also schimpflich mit dem Kind getanhat. Da sagt der Chossid: ,, Derweil, daß ich nit hab gesehen Elijohu hano-wi mit dem Kind kommen, un auch hat er sich nit auf seinen Stuhl gesetzt,der ihm nun bereitet is gewesen. Da könnt er nun wol gedenken, daß nixGutes aus dem Kind wird werden." Un er sagt wider ein Teil Leut: ,, Sehtihr dorten in jenem Fenster, da sitzt Elijohu hanowi, in Gestalt als ein alterMann mit einem langen Bart, der schneeweiß is, un er tät Tefille( beten)." Dabaten ihn die Leut, er sollt ihnen doch sagen, wie das kommt, daß sich Elijohuhanowi nit hat gesetzt auf den Stuhl, wie nun sein Seder is gewesen. Daantwortet er ihnen wieder: ,, Ich will es euch sagen. Das Kind wird hinten-nach eine böse Stunde bekommen, daß es sich wird wollen schmadden( taufen). Desthalben will Elijohu hanowi nit bei ihm sitzen." Un das is dasKind gewesen, das ihr oben geleint( gelesen) habt in hundert 81ste Geschichte.
grünbaum
Hundertsechsund- geschah in Rabbi Jehude Chossid Zeiten,achtzigste Geschichte nit reden. Un da es nun groß war, da
da war ein Kind geboren, das konnt
konnt es auch kein Wort reden. Da hat seine Mutter viel hören sagen vonRabbi Jehude Chossid zu Regensburg. So zieht sie zu ihm un klagt ihm,wie sie ein Kind hat, un is nun groß un kann noch kein Wort reden. Wassie doch derzu tun sollt. Da sagt der Chossid: ,, Geh, un trag den Jungen,gleich als wenn du ihn nach Landshut tragst.( Das is ein kleiner Ort beiRegensburg, der so heißt.) Unterwegen wirst du kommen zu einem Dorf,das heißt Gumla. Da frag dem ersten, der dir wird begegnen: ,, Lieber, ichhab ein Kind, das kann nit reden. Was soll ich ihm tun, daß er wird könnenreden?" Un was dich derselbige wird heißen tun, dasselbige tu." Da tätdie Frau gleich, wie sie der Chossid hat geheißen. Un wie sie an das Dorfkam, da begegnet ihr ein Goj( Christ). Da fragt sie den selbigen Goj, was
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