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Allerlei Geschichten - Maasse-Buch : Buch der Sagen und Legenden aus Talmud und Midrasch nebst Volkserzählungen in jüdisch-deutscher Sprache
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lernt, denn er war eppes verwandt. Also zug Rabbi Elieser nach RabbiJehude Chossid über die Taune un hielt des Vaters letzten Willen nit.Un kam nach Regensburg zum Chossid. Wie ihn der Chossid sah, gab erihm Scholaum( Friedensgruß). Un Rabbi Elieser dankt ihm wieder. Dasagt der Chossid zu ihm: Ich hätt dir billig nit sollen Scholaum geben,denn ich seh wol, du hast deines Vaters Zwoe nit gehalten. Aber um deinesVaters Kowed( Ehre) willen hab ich dir Scholaum gegeben." Da derschrakder Rabbi Elieser sehr um die Worte, die ihm der Chossid gegeben hat.Also war der Rabbi Elieser gar lang bei dem Rabbi Jehude Chossid. Un erhätt gernviel von ihm gelernt von Saudes( Geheimnissen) un sonst großenSachen. Un zug ihn der Chossid all zeit auf, daß er ihm nix lernt un er war woleinen ganzen Sman( Zeit) bei ihm gewesen, daß er einen solchen weitenWeg gezogen war, un war lang aus seinem Haus gezogen, un hat doch nixvon ihm gelernt. Nun, es kam einmal an einem Erew Pessach( Vorabendvon Ostern), da war Rabbi Elieser gar traurig. Denn Ursach, er gedachtsich, jetzundert soll ich Jomtef( Feiertage) daheim sein, un den Sedergeben( Ceremonie am 1. u. 2. Pessach- Abend), in meinem Haus, gleichwie jeglichem Baalhabajis( Hausvater) gehört zu tun. Un ich bin nun hie,un lieg über einem fremden Tisch. Ich hab ja gemeint Pessach wieder daheimzu sein, denn ich bin wol nun drei Tekufaus( Sonnenwenden) aus meinemHaus gewesen. Un mein Gesinde wird wol nit wissen wie es mir geht.Un gedacht so hin un her un war gar traurig. Nit allein, daß er so lang ishaußen gewesen un hat derzu nix gelernt. Nun, Rabbi Jehude Chossid sahwol, daß er so gar traurig war un wußte sein Anliegen nun gar wol. Nitmehr, was der Chossid ihm getan hat, hat er ihm als lehachis( zum Trotz)getan, weil er seines Vaters Zwoe( Willen) nit hat gehalten. Da hebt derChossid wider den Rabbi Elieser an: ,, Ich seh wol, daß du so gar traurigbist. Un ich weiß es wol warum du traurig bist. Un ich weiß auch wol deinAnliegen, daß du gern Jomtef daheim wärst bei deinem Weib Glossar ::: zum Glossareintrag  Weib un Kind,daß du ihnen den Seder sollst geben." Da sagt Rabbi Elieser: Ich hättes gern gehabt, wenn es wär von Gott möglich gewesen. Nun kann es nitgeschehn, denn es is heut Erew Pessach, so daß die Zeit nun versäumtis." Da sagt der Chossid: ,, Was willst du mir schenken, wenn ich dichheut noch heim in dein Haus bring, eh Jomtef eingeht?" Da war derRabbi Elieser noch trauriger un sagt wider den Chossid: ,, Rabbi, ihr höhntmich noch derzu." Da sagt der Chossid: ,, Nein, es is mir lauter Ernst."Da sprach Rabbi Elieser: ,, Ich wollt einem geben was er begehrt, denn ichkönnt keine größere Simche( Freude) haben als bei meinem lieben Weib Glossar ::: zum Glossareintrag  Weibun Kind zu sein." Da sprach der Chossid: ,, Nun, es is zu spät wir müssengehn Mazzes( ungesäuertes Brot) backen. Dernach will ich sehn ob du

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