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Allerlei Geschichten - Maasse-Buch : Buch der Sagen und Legenden aus Talmud und Midrasch nebst Volkserzählungen in jüdisch-deutscher Sprache
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der Kehille( Gemeinde) un sollten die reichen Leut ansprechen, um demRabbi Schmuel Chossid eine Hilf zu tan. Also hebten sie ihm wol siebenzigGulden auf. Un die zwei Rabbonim kamen in einem reichen Mann seinHaus, un baten ihn auch um eine Hilf. So nahm derselbige reiche Manneinen Pfennig mit lauter Zorn un warf es auf die Erd. Un sagt wider diezwei Talmidimchachomim, sie sollten den Pfennig wieder aufheben unsollten ihn dem Rabbi Schmuel Chossid geben. Denn er war ein kargerMann auf Zdoke( Almosen) geben. Also verdrießt es die Talmidim-chachomim gar sehr auf ihn. Also ließen sie den Pfennig auf der Erd liegenun gingen wieder zu Rabbi Schmuel un gaben ihm das Geld, welches siehatten aufgenommen in der Kehille. Un verzählten dem Chossid wie derParness( Vorsteher) hat einen Pfennig auf die Erd geworfen, un hat uns ge-heißen wir sollen aufheben, aber wir haben ihn nit aufgehoben. Da sagtder Chossid wider die zwei Rabbonim: ,, Ihr liebe Brüder, geht hin un nehmtden Pfennig auf, un gebt ihn mir. Denn weil der Heilige, gelobt sei er, aufmich also geschickt hat, daß ich, Gott bewahre, Leute bedarf, so soll mannix verschmähen, es sei was es is, viel oder wenig." Da gingen die zweiRabbonim wieder zu dem reichen Mann, un sagten ihm, wie der Chossidgeredet hat. Da solches der Parness hört, da kriegt er große Charote( Reue)darauf, daß er also ein Sach getan hat. Da ging der reiche Mann selbert zudem Chossid un bittet ihn gar sehr, daß er's ihm sollt verzeihen. Un gab demChossid viel Geld, gleich wie es billig war, wie der Posuk( Schrift) sagt:Einem frommen Menschen kommt seine Speis vom weiten Land.

Hundertachtund-sechzigste Geschichte haus) zu lernen. Un wie er auf das Feld

geschah dem Rabbi Schmuel Chossid,der zieht einmal auf die Jeschiwe( Lehr-

kam, kommen drei Jehudim zu ihm, die wollten auch den Weg ziehn, wo derChossid hin wollt. Also zugen die miteinander fort un kamen in einengroßen Wald, da sie durch mußten gehn. Also gingen sie den ganzen Tagirr, daß sie nit wußten wo sie waren. Wie es nun schier Nacht war, da sahder Chossid hin un her ob er konnt irgents ein Haus dersehn. Zum letztensah der Chossid in dem Wald ein Haus stehn. Da ruft der Chossid seineGesellen auch. Da kamen sie zu ihm. Da sagt er zu ihnen: ,, Meine liebenGesellen, seid fröhlich, denn ich hab dorten ein Haus gesehen stehn, aberhütet euch bei euerem Leib, daß ihr nit hinein geht, denn ich will vor alleinin das Haus gehn, un will sehn was für Leut drinnen wohnen." Also ginger von seinen Gesellen weg un ging in das Haus. Un wie er in das Hauskam, da sah er bei dem Feuer viel Töpfe stehn. Aber der Chossid sah nie-

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