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Allerlei Geschichten - Maasse-Buch : Buch der Sagen und Legenden aus Talmud und Midrasch nebst Volkserzählungen in jüdisch-deutscher Sprache
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kommen als wie vor." Da fielen sie alle beide vor seine Füß dernieder unbaten den Chossid durch Gottes willen, daß er doch sollt machen, daß ihrGesellen sollt wieder lebendig werden. Sie wollten ihn gern derkennen, daßer ein großer Meister wär, mehr als sie. Also beschwor der Chossid denSched( Geist), daß die Seel möcht wieder in Leib gehn. Von Stund an,stund der Galach auf seinen Füßen un gab dem Chossid seinen Brief undas Sefer, das er lang gern gehabt hätt. Die Galochim danken dem Chossid,un gingen wieder ihr Straß un sagten seine Kunst is viel größer als man vonihm gesagt in fremden Landen.

Hundertsechsund-

geschah: Rabbi Schmuel Chossid war

in einer Mühlen un wollt seinem Vater

sechzigste Geschichte Klaunimes Weizen mahlen auf Pessach

( Ostern). Un derweil daß er in der Mühl war un mahlt das Mehl da fiel einWolkenbrust( bruch), daß die Wassern so groß waren, daß die Eseln nitkonnten das Mehl heimfahren vor großem Wasser, denn es wär sonst naẞgeworden, so wär es Chomez( gesäuert) worden. Das war Rabbi Schmuelgar leid un wuẞt nit, wie er ihm tun konnt. Da ging er hin un macht miteinem Schem( Zauber- Namen), daß ein großer Löwe kam. Der war vielgrößer als ein Kameltier. Da nahm der Rabbi Schmuel den Sack mit Mehlun legt ihn über den Löwen un setzt sich oben drauf. Un reitet als durchdas Wasser mit dem Löwen un kam heim bis an seines Vaters Haus. Unwie nun der Vater das sah, daß er mit einem solchen Löwen heimkam, dagedacht er sich wol, daß es ein Baalschem( Meister der Kabala) hat getan.Da zörnt der Vater sehr über ihn un sprach zu ihm: ,, Du hast eine großeAwere( Sünde) getan, daß du den Löwen mit dem Schem gemacht hast.Un um der großen Sünd willen, so wirst du all deine Tage keine Kinderhaben. Dem Rabbi Schmuel war sehr leid un hat nit gewußt, daß es einegroße Awere is. Über zwei Tag ging er wieder bei seinem Vater un sprach:,, Lieber Vater, du sagst ich hab eine große Sünde getan. Da bitt ich dich, daßdu mir wolltest eine Tschuwe( Buße) setzen. Ich will sie gar gern empfangen."Da sprach sein Vater wieder zu ihm: ,, Lieber Sohn, die Tschuwe, die ich dirsollt billig geben, die wär dir viel zu schwer. Du kannst sie nit halten."Da sprach der Sohn: ,, Lieber Vater, ich will das alles tan, was du mir auf-setzt." Da sprach der Vater wieder: ,, Willst du Kapore( Sühne) haben aufdie Sünde, die du getan hast, so mußt du sieben Jahr in einem Stück wandern,un mußt nit mehr als eine Nacht auf einem Ort liegen, sonder Schabbesoder Jomtef. So du die Teschuwe wirst recht tun, so will ich dir orew( Bürge) sein, daß du wirst ein Kapore( Sühne) haben, un wirst dernach

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