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Allerlei Geschichten - Maasse-Buch : Buch der Sagen und Legenden aus Talmud und Midrasch nebst Volkserzählungen in jüdisch-deutscher Sprache
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viel mehr), daß du den Heiligen, gelobt sei er, selbst nit sehen kannst." Unwie das der Kaiser hört, so war er wol zufrieden.

Gaster n° 8

Achtundfünfzigste geschah: Der Kaiser sagt wider Rabbi Je-Geschichte

hauschue: Ich wollt gern für deinen Gotteine Sude( Mahlzeit) machen, daß er mit

mir sollt essen." Da sagt Rabbi Jehauschue wider den Kaiser: ,, Du vermagstes nit, denn Gott hat viel Diener." Da sprach der Kaiser wider: ,, Fürwahr,ich vermag es wol." Da sprach Rabbi Jehauschue: ,, Tu denn so. Geh hinauf das weite Feld, bei dem Bach Rabisa un laß die Sude derbei zurichten.Da müht sich der Kaiser sechs Chodoschim( Monate) lang in Sommerzeitun lieẞ Tisch und Bänk zubereiten mit viel gut Essenspeis. Un der Kaisermeint er hat alles wol zugerichtet. Da kam ein großer Wind un weht dieTisch all in den Bach hinein. Da ging der Kaiser hin un müht sich wiedersechs Chodoschim lang in Winterzeit un ließt wieder viel Tisch zubereitenmit gut Essenspeis. Da kam ein großer Regen un schwemmt die Tische allehinweg in Bach hinein. Da sprach der Kaiser wider Rabbi Jehauschue: ,, Wasis das? Wenn ich schon lang zurüst, da kommt doch niemand nit, der daeẞt, un es kommt doch weg?" Da antwortet Rabbi Jehauschue wider: ,, Dassind gewesen des Heiligen, gelobt sei er, seine Dieners, die haben das Dasigealles aufgegessen." Da sprach der Kaiser: ,, Wenn es will so zugehn, so isall mein Zurüsten umsonst. So will ich es weiters bleiben lassen.

Gaster n° 10

Neunundfünfzigste geschah: Es sagt des Kaisers Tochter widerGeschichte

Rabbi Jehauschue: Euer Gott is einZimmermann, gleich wir gefinden ineueren Büchern:, Hamkoreh bamajim aliaußow', das is teutsch:, Der da hatgebalkt im Wasser seinen Boden', da wollt ich auch wol, daß er mir einschön Haus sollt bauen, gleich es ein Kaisers Tochter zugehört." Da sprachRabbi Jehauschue wieder zu ihr: ,, Ja, das wollen wir gar wol zuwegen bringen."Da hebt Rabbi Jehauschue an un tät gar große Tefille( Gebete) auf sie. Dawar sie aussätzig. Da gab man ihr ein Haus hin zu Rom auf dem Markt.Denn es war der Seder( Sitte) in Rom, daß man den Aussätzigen jeglicherein Haus hingab auf dem Markt. So blieb des Kaisers Tochter in dem Haussitzen an dem Fenster un spinnt Flachs am Fenster. Un sie sitzt darum amFenster, daß sie die Leut sollten sehen un sollten für sie bitten, daß sie dochsollt wieder geheilt werden. Eines Tages ging der Rabbi Jehauschue über denMarkt, vor ihrem Häuschen vorbei. Da saß sie un spinnt Flachs. Da sagt er

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