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Allerlei Geschichten - Maasse-Buch : Buch der Sagen und Legenden aus Talmud und Midrasch nebst Volkserzählungen in jüdisch-deutscher Sprache
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hab ich dreierlei von ihm gelernt: Eins, daß man nit soll in ein wüst Hausgehn. Un das andere hab ich gelernt, daß man mag auf dem Weg oren.Un das dritte hab ich von ihm gelernt, wenn man auf dem Feld ort, so sollman kurz oren. Da sprach Elijohu hanowi wieder zu mir: ,, Mein Sohn, wasfür eine Stimm hast du in dem zerstörten Haus gehört?" Da hab ich widerElijohu hanowi gesagt: Ich hab gehört eine Stimme, gleich wie ein Taube.Die hat gesagt, wie daß ich mein Haus verwüstet hab, un wie daß ich meinPalast verbrennt hab, un daß ich meine Kinder laß so im Goles( Ver-bannung) herum gehn, un das zwischen den andern Völkern." Da sagtElijohu hanowi wider mich: ,, Mein Sohn, so wahr als du lebst, un deinKopf lebt, ob du willst meinen, daß die Stimme jetzundert also schreit,neiert allemal wenn Jisroel in der Schul sagen, Omen, sein heiliger Namesei gelobt, da verwackelt der Heilige, gelobt sei er, seinen Kopf un spricht:, Wol dem König, den man lobt in seinem Haus. Un weh is dem Vater,der seine Kinder läßt im Goles gehn zwischen den andern Völkern, un sindzwischen sie vertrieben. Un weh den Kindern, die da vertrieben sind vondem Vater seinem Tisch. Damit ging Elijohu hanowi wieder von ihm hin-

weg.

Siebenundzwanzigste geschah: Er sagt, Abe Binjomin, wenn

Geschichte

einer sehen sollt all die Schedim( Dämo-ne, böse Geister), die um den Menschenstehn, so könnt der Mensch nit leben bleiben. Denn sie stehn um demMenschen zeilenweit, so lang wie ein Zeil, der durch einen Weingartengeht. Wenn aber einer die Schedim will sehn, der bring eine schwarze Katz,daß ihr Mutter auch is schwarz gewesen, un daß dieselbige is eine Bchaure( Erstgeborene) gewesen aus ihrer Mutter Leib. Un die Mutter muß aucheine Erstgeborene gewesen sein. Un das Häutche, wo sie in der MutterLeib drin gelegen is, nimm un verbrenn es zu Aschen. Un tu ein Teil vondie Asch in deine Augen, un das ander Teil in einen eisern Topf, un tuihn verchaussemnen( versiegeln) mit einem Chaussem( Siegel), daß niksdervon genommen wird. Dann kann er sie sehen aus die Augen. Aberwenn ihm sollt eppes geganwet( gestohlen) werden von der Asch, so könntenihm die Schedim chass wescholaum( Gott bewahre), masik sein( eine Fallestellen). Rabbi Bibe's Sohn, Abaje, hat es einmal getan, un hat es nit rechtgetan. Da haben ihm die Schedim einen Schaden getan, Gott behüte uns,un mußten die Chachomim( Weisen) für ihn Tefille tun( Gebete sagen),daß er wieder lebendig un gesund is geworden.

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