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Allerlei Geschichten - Maasse-Buch : Buch der Sagen und Legenden aus Talmud und Midrasch nebst Volkserzählungen in jüdisch-deutscher Sprache
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Gaster!

Fünfundzwanzigste geschah an Reb Hune, der hat vier-Geschichte

hundert Fässer mit Wein, die waren ihmalle zu Essig geworden. Da ging zu ihm

Reb Ade, der war der Schwesterssohn von Reb Salo Chossid un andereRabbonim auch. Da sagten sie wider den Reb Hune: ,, Lieber Rabbi, siehunter deine Werke, ob du auch eppes Unrechtes getan hast, dann bezahltdir es der Heilige, gelobt sei er, auf dieser Welt darmit daß dir niks ab-gebrochen wird auf Jener Welt." Da sagt Reb Hune wider: ,, Ihr liebenRabbonim, seid ihr denn mich chausched( verdächtig), daß ich eppes Un-recht sollt getan haben?" Da sprachen sie wieder: ,, Lieber Rabbi, meinstdu, daß Gott seinen Frommen eppes Bös zuschickt, wenn sie es nit ver-dient haben?" Da sprach Reb Hune wieder: ,, Is Einer unter euch, der eppesvon mir gehört hat, der sag es mir." Da sagten die Rabbonim: Wir habengehört, du hättst deine Gärtners ihren Lohn nit gegeben." Da sagt RebHune: ,, Das wär eine Genewe( Diebstahl) gewesen, aber ich hab es nitgetan. Auch will ich es auf mich nehmen, daß ich ihnen ihren Lohn gegebenhab." Ein Teil Leut sagen, der Wein war wieder gut geworden, gleich wiezuvor, un ein Teil Leut sagen, er is zu Essig geblieben. Aber der Essig isso teuer geworden, daß er so hoch verkauft is worden, als Wein.

Sechsundzwanzigste geschah an einem, der hat geheißenGeschichte

Rabbi Jojsse, der sagt: Ich bin einmalgegangen über Feld. So bin ich ge-

gangen in ein wüstes Haus. Un das is ein wüstes Haus gewesen vonChorwes Jeruscholajim( Trümmer v. Jerusalem) her. Also bin ich hin-ein gegangen un hab meine Tefille( Gebet) drinnen getan. Da is gekom-men Elijohu hanowi,( Prophet Elijohu), sein Andenken zum Guten, un hatsich gestellt auf die Tür von dem Haus, un hat meiner gewartet bis ich habausgeort( fertig gebetet). Un wie ich hab ausgeort gehabt, da is er zu mirgegangen un hat mir Scholaum( Friedensgruß) gegeben un hat zu mir gesagt:,, Scholaum alecho( Friede mir dir) Rabbi." Da hab ich wider gesagt:,, Scholaum alecho, Rabbi Umauri( mein Lehrer)." Da sagt er wider mich:,, Mein Sohn, warum bist du in so ein Haus gegangen um deine Tefillezu tun? Du hättest wol können auf dem Weg deine Tefille tun. Denn esis eine große Sakone( Gefahr) in ein wüstes Haus zu gehn". Da hab ichwider gesagt: Ich hab mich geferchtet, wenn ich hätt Tefille auf demWeg getan. Da hätten mich die Leut mewulbel( irre gemacht, gestört) ge-macht, die da hin un her gehn." Da hat Elijohu hanowi wider mich gesagt:,, Du hättest sollen eine kurze Tefille auf dem Weg geort haben." Da

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