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Whipp T. I, 1771
Neunte geschah: Rabbi Elieser der sagt:„, Tu Buße einen Tagvor deinem Tod." So fragten seine Talmidim( Schüler):Geschichte Rabbi Elieser, wie weiß denn einer, wann er sterbenwird, auf welchen Tag?" So sagt Rabbi Elieser wieder: ,, Auf jeden Fallsoll einer heute Buße tun, ob er morgen möcht sterben, denn man is keineStunde sicher, wann einer sterben wird." Damit wird gefunden, daß er allsein Tag mit Buße lebt. Un Schlaume hamelech( König Salomo) hat auchgesagt: ,, Allzeit sollen deine Kleider weiß sein.“ Das meint er die Tach-richim( Totenkleider), die sollen alle Tage weiß sein un bereit sein. Damitwenn ihn der, dessen Name gelobt sei, zum Tod fordert, daß er flugs bereitis mit Buße un guten Werken. Drauf sagt Rabbi Jauchenen: ,, Das is einMoschel( Gleichnis) zu einem Melech( König), der bat seine Knechte zueiner großen Sude( Mahlzeit) un sagt ihnen nicht, wann die Sude seinwird. Die Klugen, die waschen sich selber un zieren sich mit hübschenKleidern, un setzen sich vor dem König seinen Palast. Denn sie gedenken,es gebricht niks in dem König seinem Haus, das Mahl wird gewißlich ge-macht sein, wenn uns der König ruft, daß wir gleich gerüstet sind, daß wirvor den König können kommen, wenn er nach uns tut schicken. Die Narren,die unter den Knechten sind, die gehn wieder an ihre Arbeit un denken so:,, Man kann nicht so ein Mahl so geschwind zurichten, denn man muß vielzu so einem Mahl haben. Wir haben noch Zeit genug, daß wir sich unsreKleider sollen antun. Urblizling( urplötzlich) da schickt der König nachseinen Knechten, sie sollen zum Essen kommen, das Mahl is nun bereit.Die Klugen, die sich nun gerüstet haben, die gingen gleich hinein zumKönig mit ihren hübschen Kleidern. Die Narren, die gehn geschwind von ihrerArbeit in ihre niwsige( nicht schöne) Kleider vor den König zum Essen. Dafreut sich der König auf die klugen Knechte, die sich haben gerüstet für seinMahl, wiewohl sie nicht gewußt haben, wann das Mahl sein wird, un zürntauf die Narren, die sich nit gerüstet haben zu seinem Mahl un sind so be-schmiert mit ihren Kleidern un spricht so:„ Die Klugen unter meinenKnechten, die sich so gerüstet haben zu meinem Mahl, die sollen sich setzenzum Tisch un sollen essen un trinken un sollen fröhlich sein. Aber dieNarren, die sich nit gerüstet haben zu meinem Mahl, die sollen stehn unzusehen essen un trinken, un sie sollen nit essen noch trinken derweil siesich nit gerüstet haben zu meinem Mahl." Derhalben spricht König Schlaume:,, Sieh un halt dich weislich, rüste dich gleich mit deinen weißen Kleidern,damit wenn dich Gott fordert zum Tod, daß du gleich gerüstet bist mitdeiner Buẞe, damit daß du gleich kannst kommen vor Gott, wenn er dichfordert, un tu nit wie die Narren." Da meint er die Reschoim( Sünder)unter Jisroel, die sich denken, was sollen wir noch Tschuwe( Buße) tun
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