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Allerlei Geschichten - Maasse-Buch : Buch der Sagen und Legenden aus Talmud und Midrasch nebst Volkserzählungen in jüdisch-deutscher Sprache
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Born 11 105 Wünsche, 5/1 163/ Brixton 317Gaster Siebente geschah: Es sagt Rabbi Chije ich bin einmal über NachtGeschichte gelegen bei einem Kazew( Metzger) in Zipori oder ein

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Gaster

Teil sagt, es war in Ludkia. Da brachte man ihm zutragen einen güldenen Tisch, da hätten sechzehn Leut dran zu tragen gehabt.Un an dem Tisch hängten sechzehn silberne Ketten un auf dem Tischstunden viel silberne Schüsseln un silberne Löffel. Alles was zum Tischgehört, das war aus eitel Silber gemacht. Un auf dem Tisch stunden auchviel gute Speis un gut Aufes( Geflügel). Un wie man den Tisch vor ihnbracht, da hebt er an un lobt, den dessen Name gepriesen sei, un sagt:,, Zu Gott is die Erd un was auf der Erden is." Un wie man den Tischwieder hinwegtrug, da lobt er, dessen Name gepriesen sei, un sagt: DieHimmel sind zu Gott, un die Erd hat er zu den Leuten gegeben." Da habich ihn gefrägt: ,, Woher bist du als so reich, was hast du denn dein Tagfür Gutes getan?" Da sagt der Baalhabajis( Hausherr) wider mich: ,, Ich willdir sagen, ich bin mein Tag ein Kazew gewesen. Un wenn ich ein gutes Beheme( Vieh) gehabt hab, da hab ich gesagt, das will ich halten auf Schabbes, damitich zum Schabbes ein gut Stück Fleisch hab. Un daher kommt mir meinMammon, den mir, dessen Name gelobt sei, hat beschert, weil ich denSchabbes so wol geehrt hab." Da hab ich gesagt: Gelobt sei Gott, der dirdas beschert hat, un sollst weiter sauche( würdig) sein, also reich zu bleiben."

Achte geschah an einem Chossid. Der hat einen schönen Baum-Geschichte Loch gebrochen in dem Baumgarten. Da gedacht sichhinter seinem Haus stehn. Und es ward ihm ein

der Chossid, er wollte das Loch wieder zumachen. Da gedachte er, es warSchabbeszeit un wie soll ich mechallel Schabbes sein( den Schabbes ent-weihn), wenn ich das Loch werd zumachen. Und der Chossid gedachte insich selber un macht das Loch nit zu un wollt den Schabbes nit entweihn.Da geschah ihm ein Neß( Wunder), daß ihm ein Baum wieder vor demLoch wächst, wo es ward eingebrochen geworden. Un das Loch war wiederderfüllt von dem Baum, der da wächst. Un derselbige Baum ward geheißenZelof( Kapern). Un der Baum war sehr groß un spreitet sich sehr gewaltigbreit aus, daß er dreierlei gute Peraus( Früchte) trägt. Un von den Früchtenda speist sich der Chossid mit seinem ganzen Hausgesind. Un das tät ihmals der, dessen Name gelobt sei, weil er den Schabbes gehalten hat un hatdas Loch nit wollen zumachen, un hat dem Heiligen, der gepriesen sei, wolvertraut, wenn er schon das Loch nit zumacht, wird der Heilige, dessenName sei gepriesen, den Garten doch hüten, da tut ihm der Heilige, gelobtsei er, ihn wieder wol behüten.

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