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Vor der Wegwerfgesellschaft : reparierte Objekte aus den Sammlungen des Volkskundemuseum Wien ; Ausstellung, 15.10.-6.11.2022
Entstehung
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und zum Ausbessern wurden Restevon verschiedenen Stoffen, vomMöbelstoff aus Damast über ein-färbiges Leinen bis zur buntenBaumwolle verwendet. Die Hau-be stammt aus der Familie desÜberbringers, der sie 1979 demMuseum übergab. Vielleicht ent-stand sie in der Mangelwirt-schaft des Zweiten Weltkrie-ges und wurde von ihm als Kindselbst getragen. Aufzeichnungendazu gibt es leider nicht.

Vitrine 4

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Seiher

Kupferblech; genietetTirol; datiert 1787ÖMV/ 24.986

In einem Haushalt dient ein Sei-her dazu, Flüssigkeiten von fes-ten Stoffen zu trennen. Dieserlöffelartige Seiher mit seinerbreiten, spitzen Laffe könntezum Herausheben von Gebackenemaus dem heißen Fett gedient ha-ben. Der Seiher ist aus Kupfer-blech geschmiedet und konnte amumgebogenen Stielende aufgehängtwerden. Die Datierung 1787 unddie Initialen S HS weisen aufein besonderes Ereignis hin,mit dem seine Herstellung unddie erstverwendende Person ver-bunden sind. Durch intensivenund langjährigen Gebrauch ist ermehrmals an den Rändern gebro-chen. Die Vielzahl der Repara-turstellen könnte bedeuten, dassdie materiellen Mittel fehlten,um einen neuen Seiher zu be-schaffen. Sie könnte aber auchdie Wertschätzung anzeigen, diedie Verwender* innen diesem Stück

entgegengebracht haben.