Vitrine 3
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Mörser
Marmor, Gips; plombiertNiederösterreich; datiert 1720
ÖMV/ 34.890
In einem Mörser werden zum Bei-spiel Gewürze mit einem Stößelzerkleinert. Dieser barocke Mör-ser mit den geschwungenen Hand-haben und dem kleinen Ausgussist aus Stein gefertigt. Dieeingemeiẞelten Initialen EMLund die Jahreszahl 1720 weisenauf den die heute nicht mehrbekannte Besitzer* in sowie aufdas Herstellungsjahr hin. DieOberflächen sind poliert, am Bo-den sind Bearbeitungsspuren vomStockhammer erkennbar. BeimZerstampfen muss der Mörser ge-sprungen sein, worauf sich einStück aus der Wandung löste. Dasentstandene Loch wurde durcheine weiße Gipsmasse ausgefülltund geschlossen.
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Reine
Keramik, Irdenware, Eisendraht;geklammert
Salzkammergut; 19. Jh.ÖMV/ 16.663
Eine umfangreiche Sammlung vonverschiedenen Einrichtungsgegen-
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ständen gelangte 1906 aus BadAussee in das Museum. Darunterbefindet sich eine keramische Ge-fäßform, die in Plattentechnikin einer lokalen Hafnerei herge-stellt worden ist. An der Glasurwurde gespart nur die Innen-seite wurde aus hygienischenGründen glasiert. Mit 54 cm Län-ge hat die längsrechteckige Rei-ne beachtliche Maße bei einemebenfalls beachtlichen Gewichtvon 2,5 kg. Sie diente als Back-oder Bratform für Speisen imheißen Rohr. Ihr Zustand weistauf eine sparsame Haushaltsfüh-rung hin: Der aus der Seitenwandausgebrochene Scherben wurdemittels Drahtklammern fixiert.Auf der gegenüberliegenden Seitewurde ein Riss ebenfalls durcheine Drahtklammer gefestigt undnicht verklebt. Die Reine warnun zwar nicht mehr dicht, je-doch wieder funktionstüchtig fürfeste, trockene Speisen.
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Kinderhaube
Baumwolle, Leinen, Damast;
aus Stoffresten genähtWien; 20. Jh.ÖMV/ 67.333
Diese Kinderhaube stammt auseinem gutbürgerlichen Haushaltin Wien. Sie ist aus verschie-denen Stoffen zusammengesetztund mit der Hand zusammenge-näht worden. Sie diente nichtnur zum Schutz vor Kälte. Dasabgesteppte auswattierte Fut-ter belegt, dass sie auch denKopf des Kindes vor Verletzungenschützen sollte. Zur Herstellung