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Dose
Metall, private Leihgabe; 21. Jh.
In unserer historischen Dauerausstellungvon 1994, die 2018 durch die AusstellungDie Küsten Österreichs erweitert wurde,wird eine sich ständig veränderndeGesellschaft deutlich. Alltagsgegenständestehen im Gegensatz zu Exponaten ausder ehemaligen Habsburgermonarchie.Sie werden von Objekten, die in einemFluchtkontext stehen, gebrochen underfahren dadurch eine neue Perspek-tive und Deutung. Als weitere wichtigeVeränderung kommt die Möglichkeit zurindustriellen Herstellung von Produktensowie der dafür verwendeten Materialienhinzu. Denn in einer Agrargesellschaft,die in einem Teil der Dauerausstellungzu sehen ist, war das Leben ein ganzanderes. Stellen wir also eine Cola- Doseoder eine Tiefkühlpizza- Schachtel nebeneine Backschaufel oder einen Kessel zumKochen über dem Feuer. So tun sich Fragenauf, die die Praktiken und die Art derHerstellung hinterfragen, aber auch dasLeben in einer Konsumgesellschaft an sich.
Katrin Prankl
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Sojabohne und LupeGetrocknete Bohne aus demVermittlungsgarten, Glas, Metall; 21. Jh.
Kulturwissenschaftliche Themen sindweitgefächert und nehmen immer diverseAkteur* innen in den Blick. Gesamtgesell-schaftliche Zusammenhänge werden ganzgenau unter die Lupe genommen und ma-chen eine fokussierte Betrachtungsweiseder Sojabohne möglich. Warum eigentlichSoja? Friedrich Haberlandt, der Vater vonMichael Haberlandt- Gründer und Direktordes Volkskundemuseums- war damaligerRektor der Universität für Bodenkultur( BOKU). Die Boku hatte von 1872 bis 1896ihren Sitz im Gartenpalais Schönborn, dasseit 1917 das Volkskundemuseum Wienbeherbergt. Heute beschäftigen wir unsmit Soja als Kulturpflanze und befragendas Thema aus kulturwissenschaftlicherPerspektive. Unser Vermittlungsgartenspielt dabei eine wichtige Rolle: Soja,Gemüse, Obst und Kräuter werden für Ver-mittlungs- und Kochworkshops angebaut,gegossen und geerntet sowie getrocknet.Klimakrise und die Besinnung auf ressour-censchonendes und umweltbewusstesLeben sind genauso im Brennpunkt, wiehochprozessierte Lebensmittel und dieAuswirkungen auf Mensch und Umwelt.
Katrin Prankl