Wachs als künstlerischer Werkstoff
Bienenwachs schmilzt bereits bei niedrigen Temperaturen und ist gut formbar. Deshalbwird Wachs auch gerne für kleine Kunstwerke verwendet. Es lassen sich damit auchnaturgetreue Abbildungen des menschlichen Körpers, von Tieren und Pflanzen für denNaturkundeunterricht herstellen.
Das Wachs kann in eigenen Formen, den so genannten Modeln, gegossen werden. Wirddas flüssige Wachs schnell wieder aus der Form geleert, bleibt die Figur hohl. Bei einerBossierung wird das Wachs frei geknetet und modelliert.
Wachszieher fertigten nicht nur Kerzen und Opfergaben an, sondern auch Wachsfigurenoder andere Darstellungen unter kleinen Glasstürzen. Ebenso umwickelten sie Gläser mitdünnem Wachsdraht und verzierten diese mit Bildern und Blumen. Solche Stückewurden gerne als Reiseandenken mit nach Hause gebracht.
Zu kaufen gab es auch so genannte Galanteriewaren, also netten Krimskrams, wie feingeflochtene Körbchen, Schalen und Vogelhäuschen aus dünnstem Wachsdraht, aber auchFrüchte und Eier aus Wachs zum Öffnen mit kleinen Figuren im Inneren.
Viel Zeit und kostbares Material brauchten die Nonnen in den Klöstern für ihreKlosterarbeiten. Zum Beispiel kleideten sie Jesuskinder aus Wachs in feine Stoffe undlegten sie in kleine Glaskästchen, die mit Draht aus Gold und Silber geschmückt wurden.
Sinne und Dinge: Bienenwachs und Honigkuchen
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