Druckschrift 
Sinne und Dinge: Bienenwachs und Honigkuchen : 24. November 2013 bis 30. März 2014 im Österreichischen Museum für Volkskunde Wien
Entstehung
Wien [2014]
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Biene

Die Flugbiene sammelt den Nektar der Blüten nicht in ihrem Magen, sondern in derHonigblase. Darin wird der Nektar mit Fermenten und Enzymen angereichert und derWassergehalt gesenkt, da der Honig sonst schnell verderben würde. Im Bienenstockwürgt sie den Nektar wieder heraus und gibt diesen an die Stockbienen ab. Währendder Tropfen von Biene zu Biene wandert, wird der Honig immer dickflüssiger. DurchVerdunstung verliert er auch in der Wabe noch Wasser. Ist er trocken genug, verschließtdie Biene die Wabenzelle mit einem Wachsdeckel, den der Imker vor dem Schleudernentfernen muss.

Die bauchseitigen Wachsdrüsen der Biene scheiden flüssiges Wachs aus, das zuWachsblättchen erstarrt. Die Farbe dieser Wachsschuppen ist ein reines Weiß. Die gelbeFarbe des Wachses kommt vom Kittharz, das auch Propolis genannt wird. DiesesGemisch aus unterschiedlichen Stoffen dient den Bienen zum Abdichten von kleinenSpalten und Ritzen. Gleichzeitig schützt es den Stock vor eingeschleppten Bakterien undPilzen.

Sinne und Dinge: Bienenwachs und Honigkuchen

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