Druckschrift 
Sinne und Dinge: Bienenwachs und Honigkuchen : 24. November 2013 bis 30. März 2014 im Österreichischen Museum für Volkskunde Wien
Entstehung
Wien [2014]
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Honig

Honig zählt zu den ältesten Nahrungsmitteln der Menschen. In den großen Waldgebietensammelten früher die so genannten Zeidler den Honig wilder Bienenvölker. DieBezeichnung leitet sich vom Zeideln ab, womit das Ausschneiden der Honigwabengemeint ist. Bei der Waldbienenzucht suchte der Zeidler einen geeigneten Baum, vondem er die Äste bis zum Wipfel abschlug. War der Stamm nicht bereits hohl, musste erLöcher für die Bienenbehausungen( Beuten) einhauen, welche danach mit einem Brettwieder verschlossen wurden. Zum Anlocken der Bienenschwärme wurde das Einfluglochmit einer Duftmischung bestrichen. Die Beuten befanden sich in etwa 5 Meter Höhe undsollten so vor Bären geschützt sein.

Bei der Haus- oder Gartenbienenzucht erleichtert die Verwendung von Bienenstöckenoder-körben das Aufstellen an verschiedenen Orten. Hier sorgt der Imker neben derHaltung auch für die Vermehrung und Züchtung der Honigbienen. Bei den anfänglichverwendeten Bienenkörben mussten die Waben ebenfalls noch herausgeschnittenwerden. Erst durch die Umstellung von der Korb- zur Kastenimkerei mit beweglichenWabenrähmchen vor 160 Jahren war ein schonendes Herausnehmen der vollenHonigwaben möglich.

Vor Erfindung der Honigschleuder wurden die Waben mit dem Honig in Botticheneingestampft und durch Erwärmung und Pressung in Honig( Seimhonig) und Wachsgetrennt. In der Honigschleuder wird der Honig durch die Zentrifugalkraft aus denWaben an die Innenwand der Trommel geschleudert und läuft daran herab.

Sinne und Dinge: Bienenwachs und Honigkuchen

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