Druckschrift 
Sinne und Dinge: Bienenwachs und Honigkuchen : 24. November 2013 bis 30. März 2014 im Österreichischen Museum für Volkskunde Wien
Entstehung
Wien [2014]
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Metsiederei

Met wurde besonders im Mittelalter gerne getrunken, später wurde Bier zunehmendbeliebter. Er war aber noch im 19. Jahrhundert ein beliebtes Kirtagsgetränk. Der süße,unvergorene- also nicht alkoholhältige- Met ist auch für Kinder geeignet.

Da die Lebzelter Honig verarbeiteten, erhielten sie das Recht, Met zu sieden und zuverkaufen. Den Honigwein stellten sie aus verdünntem Honig her, der vor Erfindung derHonigschleuder beim Auswaschen des Honigs aus den Waben entstand. Die Verdünnungmit Wasser ist wichtig, da reiner Honig nicht gärt. Die Mischung wurde erwärmt undmeist mit Kräutern und Gewürzen, wie Nelken, Zimt, Hopfen, Wacholder, Muskat,Kardamom oder Anis verfeinert. Nach mehrwöchiger Lagerung in Holzfässern konnte dervergorene Met getrunken werden. Als Hausmittel wurde er auch zur Heilung

verschiedener Beschwerden eingesetzt. Kinder bekamen unvergorenen Met als Medizingegen Masern zu trinken.

Inzwischen ist unvergorener Met auch als besondere Süßigkeit oder Belohnung fürKinder in Vergessenheit geraten und durch Eis ersetzt worden.

Sinne und Dinge: Bienenwachs und Honigkuchen

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